N E U : 30. August 2025


Link oder Leben hat Ergebnisse.


Laufen schaut auf die nächsten Wettkämpfe.


Link oder Leben hat das Wochenende.


In Schreiben gibt es die Homestory zum Wisent-Run.


Laufen hat das Mittwochtraining.


Link oder Leben hat den Bericht zu Marios Triathlon-Start.


Laufen hat den Pressebericht zum Wisent-Run.


Die Startseite hat einen neuen Text.

 


   Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Hils-Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von unseren Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.     


 


Wildwest.


Wer eine Reise tut, der kann ja bekanntlich etwas erleben. Da kann ich nur zustimmen. Oft sind es dabei die kleinen Dinge im Leben, die einem ein wunderbares Lächeln ins Gesicht zaubern. So geschah es mir auf einer sehr kleinen Reise.


Ich war mit dem Rad unterwegs, um eine lockere Ausfahrt zu unternehmen. Ein bisschen in den Wald hinein, die Berge hinauf und wieder zurück. Ich habe viel Zeit und bin daher ziemlich oft mit dem Rad unterwegs.


Als ich auf die Ausfallstraße unseres kleinen Örtchens auf den Radweg einbiege, sehe ich ca. 100 Meter vor mir eine Radfahrerin, die auf der Straße fährt. Direkt neben der Straße ist ein ganz fantastischer Radweg, aber okay; wir leben in einem freien Land. Die Frau, ich will sie gar nicht näher beschreiben, tippe sie auf ca. 40 Jahre, sitzt auf einem E-Bike. Sie macht etwas, das ich mir nur schwer erklären kann.


Während sie in kleinen Schlangenlinien fährt, holt sie mit dem linken Arm aus und klatscht sich dabei auf die linke Pobacke. Das sieht aus, als ob sie einem imaginären Pferd, oder hier vielleicht einem sogenannten Drahtesel, das Zeichen geben will vom Trab in den Galopp überzugehen. Das Ganze wirkt verdammt lustig. Vor allem, weil das Rad bei jedem dieser aufmunternden Klatscher immer größere Schlangenlinien fährt.


Ich komme jetzt langsam näher und die Frau befindet sich mit ihrem Rad mittlerweile komplett auf der Gegenfahrbahn. Noch immer klatscht sie sich alle fünf Sekunden auf den Po. Ich dachte zunächst, dass sie vielleicht Kopfhörer trägt und einer Melodie den Takt vorgibt. Doch jetzt sehe ich das dies nicht der Fall ist. Ziemlich verrückt. Plötzlich kommt von vorn ein Auto. Die Frau treibt ihr imaginäres Pferd noch einmal an und zieht wieder zurück auf die rechte Spur. Sehr vernünftig. Nachdem der Wagen durch ist, muntert sie sich mit dem nächsten Klatscher wieder selbst auf und wechselt zurück in den Schlangenlinien-Modus.


Gleich sind wir auf Höhe der letzten Häuser und ich habe die Frau fast eingeholt. Urplötzlich weiß ich genau, was gleich geschehen wird. Die Frau, die sich noch immer alle paar Sekunden „die Sporen gibt“ fährt wieder Richtung Gegenfahrbahn. Dort ist in ein paar Metern der Bordstein abgesenkt und ich vermute, sie wird jetzt den sicheren Radweg nehmen. Doch das wird schwierig, da ich dort gerade angefahren komme. Die Frau ist völlig in ihrem Tunnel und bekommt nichts von ihrer Umwelt mit.


Dann passiert genau das, was ich ahnte. Ohne sich umzuschauen, zieht sie rasant nach links hinüber und will über die Bordstein-Absenkung auf den Radweg fahren. Und jetzt komme ich.


Bild von Cemrecan Yurtman aus Unsplash


Seit ein paar Jahren habe ich alle meine Räder mit Klingeln ausgerüstet. Sogar die Rennräder. Obwohl mein Kumpel Supermario früher immer gesagt hat: „Bei Rennrädern sind Klingeln verboten.“ Doch in den letzten Jahren hat sich leider die Unsitte breit gemacht, dass Radfahrer, E-Roller-Spacken und Fußgänger, während der Teilnahme am Straßenverkehr Musik hören, Hörbücher genießen, dem neuesten Podcast lauschen oder bei Instagram oder Facebook wichtige Beiträge einstellen. Da haben sich die Damen und Herren dann komplett aus der realen Welt verabschiedet und sind in den virtuellen Welten unterwegs. Nichts holt sie dort besser und schneller wieder heraus als eine schrille BBB-Klingel. Hoher Ton, ein bisschen Nerven zerfetzend. Ich liebe den Klang.


Als die Frau noch einen Meter vom Bordstein entfernt und direkt vor meiner Nase ist, klingele ich. Das sorgt bei ihr für einen kapitalen Absturz ins Hier und Jetzt. Sie fängt in hohen, spitzen Tönen zu schreien an und reißt das Rad herum. Mit weit aufgerissenen Augen starrt sie mich an. Fast so, als wäre sie Captain Kirk und direkt vor der Enterprise hätte sich ein klingonischer Warbird aus dem Hyperraum materialisiert.


Ich lächele ihr zu und fahre vorbei. Dabei denke ich: Dieser Schrei, der hatte was. Der war noch spitzer und schriller als meine Klingel. Vielleicht sollte sie sich den als Klingelton patentieren lassen. Ich bin schon jetzt gespannt, was mir in nächster Zeit noch so alles auf dem Rad passieren wird…



Thomas Knackstedt



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