N E U : 18. Juni 2018      


Laufen vervollständigt den Alfelder Staffelmarathon.


Link oder Leben sitzt auf dem Rad.


Das Mittwochtraining steht in Link oder Leben.


Schreiben hat eine neue Geschichte.


Link oder Leben hat noch ein paar Fotos aus Grodzisk.


Den Grodzisk-Pressebericht gibt es in Laufen.


Laufen freut sich auf Grodzisk.


Die Startseite hat die Geschichte zum Hilskammlaufwochenende.


      

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.      



 

Tage mit Freunden

   

Ich habe das schon mehr als einmal mitgemacht. Wir warten auf unsere Freunde aus Polen. Einmal im Jahr kommen sie für ein Wochenende zu Besuch und nehmen an unserem Hilskammlauf teil. Das führte in den vergangenen Jahren dazu, dass ich ein paar polnische Menschen in mein Herz geschlossen habe, von denen ich vor 10 Jahren nicht mal wusste, dass es sie gab. Das Leben hält immer wieder Überraschungen bereit.

 

Als Roman seinen Wagen vor das Haus fährt verwandelt sich die Vorfreude in echte Freude. Magdalena, Marcin, Krzystof und Roman steigen aus und wir begrüßen uns herzlich. Die Klamotten landen im Haus. Es braucht nichts mehr erklärt werden, die Gäste kennen sich aus. Unser Haus ist an diesem Wochenende auch ihr Haus. Auch Nicole, meine ehemalige Polizei-Praktikantin, ist schon da. Sie hat polnische Wurzeln und freut sich auf das Wochenende mindestens so wie wir. Die Bude ist voll mit angenehmen Menschen.

 

Eine Stunde später sitzen wir mit unseren Freunden und einer Truppe Belgier im Gasthaus. Das Essen ist gut, die Gespräche warm und spannend. Ein Mischmasch aus belgisch-polnisch-deutsch-englischen Wortbrocken wabert durch den Raum. Es wird viel gelacht und ein paar Anekdoten werden stilvoll zum Besten gegeben.

 

Nach dem Essen wandern wir zum Raabeturm. Es dämmert bereits, als wir den Blick weit über das Weser- und Leinebergland wandern lassen. Das ist traumhaft schön und macht in der Gruppe noch mehr Spaß als allein.


 

Der Abend endet am Tisch in der Stube. Wir reden, schauen Bilder, trinken Bier und Wein und sind schon jetzt gespannt, wie der morgige Lauf wird. Punkt 24 Uhr löschen wir die Lichter und verabschieden uns in die Laken. Wir hätten auch bis zum frühen Morgen reden, lachen und trinken können, aber schließlich wird Morgen gelaufen.

 

Der Frühstückstisch ist prall gefüllt. Die Luft steckt voller Worte und die Stimmung ist bestens. Ich verstehe zwar keinen einzigen der vielen polnischen Sätze, aber irgendwie doch. Die Menschen um mich herum sprechen nicht nur mit Worten. Ihre Augen und Gesten verraten Tausend Dinge über den Gesprächsinhalt.

 

Satt und zufrieden machen wir uns auf den Weg. Wir haben eine Tour zum Steinberg geplant. In der großen Gruppe erklimmen wir den steilen Anstieg. Unterwegs gibt es traumhafte Ausblicke auf den Ort und ich kann ein paar Details zur Geschichte der Gegend erzählen. Das scheint anzukommen. Als wir das Innere des Steinbruchs betreten, wandern wir in eine andere Welt hinein. Dieser Ort zieht jeden Besucher magisch in seinen Bann. Auch unsere polnischen und belgischen Freunde sind von dem Anblick der aufragenden Wände gefangen.     


 

Auf dem Rückweg kehren wir bei einem Freund von Michael ein. Der hat eine komplette Eisenbahnanlage im Garten stehen. Von der Straße aus ist sie nicht zu sehen. Ich bin hier schon Hundert Mal vorbeigelaufen, aber heute darf ich mir das Kunstwerk einmal ansehen. Das lohnt sich.


 

Unser Zeitplan ist dicht gefüllt. Eine halbe Stunde später sind wir im Grünenplaner Glasmuseum und haben dort eine Führung. Auch hier erfahre ich einige Dinge zur Ortsgeschichte, die ich nicht wusste. Am meisten beeindrucken mich jedoch die alten Bilder von Orten, die ich gut kenne, die heute aber ein komplett neues Gesicht haben.     


 

Anschließend gibt es im Hotel Lampe ein wunderbares Essen und danach ist Ruhe angesagt. Der Start des Laufs rückt immer näher. Wir quatschen noch ein wenig und packen die Klamotten für den Lauf zusammen.


 

Ich sattele das Mountainbike und mache mich auf den Weg die Halbmarathonstrecke abzufahren. Das ist seit Jahren mein Job. Ich überprüfe die Absperrungen und rücke hier und da noch ein paar Dinge zurecht. Ich kurbele langsam den Hils hinauf und genieße die Landschaft um mich herum. Eine Viertelstunde vor dem Start bin ich am Roten Fuchs und treffe Mario dort. Er wird die 10er Strecke auf dem Fahrrad begleiten.

 

Das Wetter ist wie zum Laufen gemacht. Zwar ist die Luftfeuchtigkeit hoch, aber im Gegensatz zu den letzten Tagen ist es nicht so heiß und die Sonne hat sich hinter einem Wolkenvorhang versteckt. Das Rennen beginnt und ist nach 500 Meter praktisch schon entschieden. Ich kenne die Läufer und weiß, dass für den späteren Sieger keine Konkurrenz vorhanden ist. Nach einem fulminanten Start-Ziel-Sieg lasse ich es mir nicht nehmen dem Feld noch einmal entgegen zu fahren. Ich schieße ein paar Bilder von den Läufern, bis ich auf meine ehemalige Polizei-Praktikantin Ricarda stoße. Sie ist mit Sven unterwegs und die beiden sind echt gut drauf. Sie wollen unter zwei Stunden im Ziel sein. Ich begleite sie ein Stück und tatsächlich passieren die beiden nach 1:59:30 Stunden die Ziellinie. Das nenne ich eine Punktlandung.


 

Als der letzte Läufer sich dem Ziel nähert, ist meine Arbeit getan. Ich rausche nach Hause, ziehe die Bilder auf den Rechner und bringe mich selbst unter die Dusche. Danach gehe ich zu Fuß zur Schule. Dort sind noch jede Menge Läufer an Tischen versammelt. Es gibt Bratwurst und Steaks. Ich genehmige mir etwas zu essen und ein paar Bierchen. Ich hocke mich zu den Belgiern und Polen an den Tisch. Hat Nicole da eine Flasche Korn vor sich stehen? Gut, dass ich meine Brille nicht mit habe.

 

Zwei Stunden später ist der offizielle Teil zu Ende. Schön war es. Zu Fuß gehen wir nach Hause. Marcin hat leicht einen sitzen, der Rest der Truppe, ich eingeschlossen, ist angenehm alkoholisiert. Wir setzen uns auf den Balkon und quatschen dort bis Nachts um halb zwei. Dann lösen wir das Treffen auf. Obwohl… ich mir sicher bin, wir hätten bis zum Morgengrauen dort sitzen können. Allerdings ist um halb neun Frühstück im Hotel angesagt.

 

Als der Wecker klingelt, fühle ich mich wie eine lebende Leiche. Ich habe viel zu wenig geschlafen. Verdammt, das fühlt sich miserabel an. Unsere polnischen Gäste trudeln in der Stube ein. Die sehen aus, wie aus dem Ei gepellt. Wie machen die das nur? Nur Nicole lebt augenscheinlich schon zu lange in Deutschland. Sie sieht genau so fertig aus wie ich. Ein paar Tassen Kaffee rücken das jedoch schnell wieder gerade.


 

Nach einem Frühstück voller guter Gespräche ist es Zeit für den Abschied. Der tut bei diesen Besuchen immer weh. Aber nur wer sich verabschiedet, kann sich auch wiedersehen. Das ist mein Trost an diesem Tag. Als ich Roman in den Arm nehme, weiß ich genau: Dieses Gefühl werde ich bald wieder haben. Ich freue mich schon jetzt darauf…



Thomas Knackstedt  

 


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