N E U : 15. Dezember 2019      


Auf der Startseite steht ein neuer Text.


Laufen hat den Samstag aus Holzminden.


Link oder Leben bereitet sich auf Samstag vor.


Das Mittwochtraining steht in Link oder Leben.


Laufen hat die aktuellen Holzminden Ergebnisse.


Schreiben hat einen neuen Text für Euch.


Laufen übt sich in Geduld.


Link oder Leben geht in die Bewegte Pause.


     

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.      





Fellfeuer.


Wie kann man nur so frieren? Wir schreiben den 6. Dezember und nach anderthalb Stunden auf dem Hundeplatz spüre ich kaum noch meine Finger. Ich bin nicht der einzige, dem das so geht. Am Ende der Übungsstunde sollen wir unsere Telefonnummer auf einen Zettel schreiben und viele von uns sind nicht mal in der Lage den Stift richtig in der Hand zu halten. Arkadi macht das nichts aus. Wie auch? Der Junge ist von den Krallen bis zur Nasenspitze in ein dichtes, warmes Fell gewandet. Das hätte ich jetzt auch gern…


Wieder im Auto reiße ich die Heizung auf. Volle Leistung. Ich bin eigentlich gar kein Frostköddel, aber was zu viel ist, ist einfach zu viel. Es dauert, bis die warme Luft endlich meine Haut durchdringt. Im CD Player habe ich Niels Freverts Putzlicht laufen. Das sorgt dafür, dass nicht nur mein Körper, sondern auch meine Gedanken warm werden. Mein kleiner, pelzummantelter Freund liegt derweil im Heck des Wagens und ruht sich aus. Die Hundeschule war anstrengend.

 

Ich mache noch einen kleinen Abstecher zu Anna, Tobi und den Kindern. Arkadi erwacht wieder zum Leben, als er auf seine Schwester Pompom trifft und nach und nach fange ich wieder an, meinen Körper zu fühlen. Sehr schön.

 

Eine Viertelstunde später sind wir zu Hause. Ich habe das Brennholz im Kamin gestapelt und das Feuer entzündet. Auf dem Herd erhitze ich einen Glühwein und Arkadi verschlingt sein Abendessen. Fünf Minuten später ist der Glühwein heiß und das Feuer im Ofen lodert langsam aber sicher auf. Ich nehme mir den Becher und setze mich auf den Boden, direkt vor die Scheibe der Kaminofentür. Arkadi kommt zu mir und legt sich zwischen meine Beine, seine Schnauze ruht auf meinem Oberschenkel.


 

Jeder, der einen Hund hat oder hatte, weiß: Ein Hund tut gut. Auf jede erdenkliche Art und Weise. Das ist schwer zu beschreiben aber ein Fakt. Ich persönlich stehe auf meditatives Streicheln. Ein Bündel Fell unter den Händen, das man mit den immer gleichen Bewegungen langsam und stetig krault, macht süchtig. Arkadi entspannt sich total. Die Augen gehen zu, die Beine und Pfoten strecken sich einmal ganz lang und machen es sich dann bequem.

 

Meine Augen sind auf das Feuer gerichtet. Rot-orange-blau züngeln die Flammen über die trockenen Holzscheite. Das Knistern des brennenden Holzes beruhigt mich. Ich nehme einen heißen Schluck Glühwein und behalte ihn im Mund. Ganz langsam lasse ich ihn über meine Zunge rollen und synchronisiere dieses Rollen mit den Bewegungen meiner Hand in Arkadis weichem Fell. Jetzt ist nicht nur der Hund extrem entspannt, sondern auch ich.

 

Vor ein paar Tagen bin ich bei genau dieser Aktion vor dem Kamin eingeschlafen. Arkadi hat das nicht gestört, aber wenn man mit 58 Jahren 30 Minuten auf dem harten Fußboden schläft, hat das Folgen. Als ich wieder aufwachte, konnte ich mich kaum bewegen. Es war die Sache trotzdem wert.

 

Heute passiert mir das nicht. Ich genieße jede einzelne Sekunde dieser völlig uneffektiven Tätigkeit. Ich mache das nur für den Hund und mich. Ohne jeden Nebengedanken. Ich spüre das Leben in dem kleinen Hundekörper und in mir. Der Kamin heizt sich langsam auf und die Hitzewellen branden angenehm und wohlig über unsere Körper. Arkadis Fell ist so warm wie eine Heizdecke. So könnte das ewig weitergehen, denke ich. Natürlich weiß ich, dass das nicht passieren wird, aber ich gebe mich der Illusion hin und schließe die Augen, während meine Finger langsam und sanft über das Fell des Hundes streichen…


 

Thomas Knackstedt



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