N E U : 28. März 2020      


Die Startseite hat einen neuen Text.


Aus Link oder Leben wird ein Corona-Blog.


Link oder Leben hat ein Update.


Der Sonntag und ein Ausblick stehen in Laufen.


Schreiben schreibt über NICHTS.


Link oder Leben berichtet über Corona.


Laufen hat einen Trainingstipp.


Laufen hat den Langen Lauf in der Fotostrecke.


     

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.      





Zeitensturm


Großes Unglück kann eine Chance sein. Nicht immer; aber manchmal. Der zweite Weltkrieg war das destruktivste Ereignis des letzten Jahrhunderts. Millionen Menschen starben. Sinnlos, für die verrückten Ideen eines Wahnsinnigen. Was danach mit unserem Land passierte, war eine unvergleichbare Erfolgsgeschichte. Das Eine bedingt durch das Andere.

Jetzt stehen wir einem ganz anderen Feind gegenüber. Das Corona Virus überzieht den Planeten, ohne Rücksicht auf Ländergrenzen, Ethnien oder politischen Einstellungen. Es macht uns alle, ausnahmslos, gleich.


Nur zögerlich, im Nachhinein betrachtet zu zögerlich, haben wir den Kampf aufgenommen. Zunächst jeder für sich, dann immer mehr im Verbund. Zwar gingen die Landesgrenzen zu, doch nicht aus Angst vor einem Angriff, sondern aus Vorsicht. Wir formieren unsere Abwehr, stellen uns auf und stärken die Reihen. Nach und nach gewinnen wir Boden zurück. Es gibt große Verluste und unsere einzige Waffe im Moment ist unser Verhalten. Ganze Kontinente schicken ihre Bewohner in die größtmögliche Bewegungsmöglichkeit. So schwach unsere Verteidigungsstrategie auch sein mag, sie scheint zu wirken.


Wenn ich diese Tage auf die Welt schaue, sehe ich einen Zeitensturm, der uns alle erfasst hat. Wir erleben, wie alles, was wir als fest verankert und unumstößlich ansahen, herumgewirbelt, zerstört oder beschädigt wird. Dieser Sturm hat erst begonnen. Seine Stärke nimmt noch zu. Weltweit berichten wir über Todesfälle und katastrophale Zustände in den Krankenhäusern. Die Menschen werden von einer kollektiven Angst erfasst, die sich in Hamsterkäufen und abstrusen Verschwörungstheorien zeigt. Ein kleiner Teil der Menschheit malt die Apokalypse in düsteren Farben an die Wand. Als stünde der Tag des Jüngsten Gerichts direkt vor der Tür.


Aber ich sehe auch vieles, was mir Mut macht. Menschen sind dann am besten, wenn sie unter Druck geraten. Wenn sie zusammenhalten und gemeinsam agieren, stellen sie eine ungeheure Macht dar. Diese Macht kann zerstören, aber auch erschaffen. In diesen Tagen spüre ich einen Teil dieser Macht. Noch klitzeklein… noch. Ein schwaches Pflänzchen, das sich zu einem Baumriesen auswachsen kann. Es liegt an uns. Wir können keine einzige Sekunde der Vergangenheit verändern. Aber die Zukunft, die bauen wir heute zusammen. Das was wir heute tun, wird das Morgen erschaffen. Nichts ist vorgezeichnet. Wir entscheiden, wie die Zukunft aussehen wird. 



Heroische Menschen wie Nelson Mandela oder Martin Luther King sind für die Idee einer besseren Welt gestorben. Sie hüteten die Vision eines gewaltfreien Zusammenlebens wie einen Schatz in ihren Herzen. Letztendlich gaben sie ihr Leben, um ihre Ideen unsterblich werden zu lassen. Die Welt hat sich dadurch leider nicht großartig verändert.


Jetzt scheint ein Virus, ohne jeden Verstand und für uns nicht sichtbar, zu schaffen, was unsere großen Vordenker niemals hinbekamen. Uns zu einen, besser zu machen, zusammen zu führen. Vielleicht. Wenn die Corona Krise dazu führt, dass wir zusammenarbeiten, uns helfen, empathischer und rücksichtsvoller werden, wäre das die vielleicht größte Chance, die wir in den letzten hundert Jahren erhalten haben. Es könnte Kriege beenden und die Umwelt retten. Vielleicht.


Ein großer Teil der Menschen scheint das kapiert zu haben. Ich hätte niemals gedacht, dass in kurzer Zeit so viele Menschen sich an die Regeln halten, um den Tod von Schwachen und Kranken zu verhindern. Das macht großen Mut.


Natürlich finden sich auch heute Menschen, die in diesem großen Zusammenhalt den Makel suchen. Fernsehpsychologen, die glauben, dass die Zahl der Fälle von Häuslicher Gewalt steigen wird. Politiker, die sich um die Einhaltung der Menschenrechte Sorgen machen. Talkmaster, die noch immer dem Reflex nicht widerstehen können Fragen zu stellen, die weh tun und provozieren sollen. Wenn ich das sehe und höre, werde ich wütend.


Niemand weiß, ob unsere Anstrengungen ausreichen werden, um die Fallzahlen der Toten zu senken. Aber sollen wir es deswegen erst gar nicht versuchen? Diese „Taktik“ sind wir viel zu lange gefahren. Etwas zu tun ist immer besser, als abzuwarten und nur zuzuschauen. Das ist jedenfalls meine Sicht der Dinge. Momentan tun wir etwas. Wir haben die Gesellschaft in wenigen Tagen mehr verändert, als in den letzten Jahrzehnten. Ausgang ungewiss…


Wir befinden uns in einem Zeitensturm. Er rast auf uns zu und wir wissen nicht, wie stark er wird und welche Richtung er einschlägt. Wir müssen gewappnet sein, um zu überstehen. Sich nur wegzuducken wird nicht reichen. Dabei ist Hoffnung keine Taktik. Wir müssen uns nach Verbündeten umsehen, eng zusammenrücken, in dem wir Abstand halten. Wir müssen gemeinsam ein Ziel verfolgen. Nur dann wird dieser Sturm seine Zerstörungskraft nicht voll entfalten können. Er wird eine Katastrophe bleiben, aber eine, die vielleicht neue Chancen bietet…



Thomas Knackstedt



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