Link oder Leben
Hier ist Platz für alle Themen rund ums Laufen und Leben. Diese Rubrik kann sich bei besonderen Anlässen ändern und sich ganz speziell auf einen Wettkampf oder andere Dinge focussieren.
Ansonsten ist hier Raum für alles, was uns bewegt. Freundschaft, Abenteuer, Liebe, Leben, Alltag oder Urlaub. Lasst euch einfach überraschen...
Jung und Alt.
Für heute Morgen hatten sich Felix und ich für eine Rennrad-Tour verabredet. Dann meldete sich Neel, ob er noch mitfahren könnte. Na klar. Um das Quartett vollzumachen konnte ich dann noch Sabine „anheuern.“ Was für eine Truppe! Unsere beiden Youngster Felix und Neel um die 20 Jahre, Sabine und ich Mitte sechzig. Das hatte irgendwie den Charme einer Ausfahrt mit den Enkelkindern.
Meine Begleiter.
Ich war mit Felix schon einmal unterwegs gewesen und konnte seine Fähigkeiten auf dem Rad einigermaßen einschätzen. Bei Neel wusste ich nichts. Und um Sabine mache ich mir ohnehin nie Sorgen. Die Frau hat die Antriebskraft eines Schiff-Diesels und ist auch auf dem Rad richtig gut dabei. In jedem Fall hatte ich eine 50 Kilometer-Flachstrecke ausgesucht, die lediglich am Ende einen heftigen Anstieg zu bieten hatte. Den hatte ich eingebaut, weil ich sehen wollte, wie Felix und Neel da hochkommen.
Störche überall.
Los ging es. Felix auf seinem neuen Bianchi Rennrad. Sabine auf meinem alten Radon Cobra. Neel auf meinem Radon R1. Ich auf meiner guten alten Luzie. Ich sage nur: Peugeot Rennrad mit Rahmenschaltung, knapp 40 Jahre alt. Zunächst düsten wir in die Leinewiesen, durch Alfeld und dann in Richtung Brüggen. Das ging ganz wunderbar. Wir fuhren oft in einem 30er Schnitt und das Wetter war bestens. Von Brüggen aus ging es über Alfeld zurück. Dort mussten wir zunächst einmal eine große Ansammlung von Störchen bewundern. Danach Flachstrecke nach Freden. Hier ging es auch flott voran.
Da hat einer noch Power.
In Freden wartete dann der Anstieg auf den Selter. Das sind knapp 2 Kilometer, die am Ende mit zwei 16-Prozent-Rampen aufwarten. Felix stürmte unten in den Berg, hatte sein Pulver dann aber schnell verschossen. So konnte ich einen ordentlichen Vorsprung rausfahren, um am Gipfel zu warten und ein kleines Foto-Shooting abzuhalten. Erst kam Felix, dann Sabine, dann Neel. Alle waren in „Asphalt-Beobachtung“ vertieft. Wie gesagt, es war steil.
"Stehparty" am Selter.
Oben angekommen mussten wir erst wieder zu Luft kommen, um den Rest der Strecke anzugehen. An der B3 entlang erreichten wir Delligsen. Das alles jetzt in eher ruhiger Fahrt. In Delligsen angekommen bot ich Felix noch eine 3 Kilometer lange Einzelverfolgung an. Er willigte ein und wir fuhren mit knapp 40 Sachen durch den Ort. Nach zwei Kilometern hat mich der Felix doch dann glatt überholt. Meine Beine waren schon blitzeblau, aber das konnte ich nicht so stehen lassen. Also ging ich wieder vorbei. Kurz vor dem Ende der Hatz zog Felix dann wieder vorbei. Ich muss sagen: Chapeau! Das hat er richtig gut gemacht.
Endlich oben.
Wieder zu Hause war die Stimmung bestens. Das war eine schöne Truppe für eine Ausfahrt. Die Jungs sind fit, Sabine sowieso. Und wenn die Beiden noch einige Radkilometer fahren, werden sie auf dem Rad richtig gut werden. Übrigens: Nachdem Felix auf seiner Uhr festgestellt hatte, dass er 1000 Kalorien verbraucht hatte, musste er sich gleich noch einen Döner bestellen, um ihn auf dem Heimweg einzusacken. So sind sie, unsere „Neuen.“
Thomas Knackstedt
Alles außer Wald.
Es ist Sommer. Im Moment brennt einem die Sonne gerade keine Löcher in die Haut, die Temperaturen sind wieder ein wenig heruntergegangen, allerdings ist die Luftfeuchtigkeit noch hoch. Da möchte man doch ein wenig durch den Wald laufen, oder?
Für den Trainingsabend hatte ich mir im Kopf eine schöne Waldstrecke ausgesucht. Berge, dunkle Waldabschnitte, kleine Trails. Alles in allem ein Traum. Ich weiß nicht, was mich geritten hat, aber ich dachte mir vormittags, dass ich die Strecke vielleicht einmal mit dem MTB abfahren. Schließlich war ich lange nicht in der entsprechenden Gegend und zurzeit sind Holzarbeiten im Hils. Gesagt, getan, also ab aufs Fahrrad.
Eine halbe Stunde später klopfte ich mir selbst auf die Schulter. Es war eine gute Idee, eine Testfahrt zu machen. Wäre ich mit meinen Läufern am Abend hier gelaufen, sie hätten mich gehasst. Wieso? Das ist einfach zu erklären. Der Wald war noch bodenfeucht, die Luft schwül. Es dauerte keine Minute, bis ich begehrtes Ziel von gefühlt Tausen Blinden Fliegen war. Da half nur schnell in die Pedale zu treten und zu sehen, dass ich Land gewinne. Das war eine echte Tortur. Außerhalb des Waldes stellte ich dann fest, dass einige Wege, die ich ausgewählt hatte, kniehoch im Gras standen. Ein Zeckenparadies. Das konnte ich für heute vergessen.
Manchmal ist es im Wald super, manchmal nicht.
Am Abend waren dann Jacqueline, Ulrike, Annike, Marco, Karsten, Arne, Messer, Roman, Johannes, Dennis, Neel und ich am Treffpunkt. Wir drehten eine Runde durch den Ort und anschließend liefen wir auf der alten 10 Kilometer Hilskammlauf-Strecke nach Kaierde. Ulrike, Arne, Messer und ich trieben den Rest der Truppe vor uns her. Von Kaierde ging es dann über den Alten Kaierder Weg wieder nach Delligsen zurück. Eine angenehme Strecke. Zecken- und Blinde Fliegen frei. Sonne satt und jede Menge netter Unterhaltungspartner. Was will man mehr. Alles in allem ein gelungener Trainingsabend.
Thomas Knackstedt
Trainingslager.
Wer ambitioniert trainieren will, der sollte sich überlegen, ob sich nicht ein Trainingslager vor dem Marathon-Wettkampf lohnt. Für uns waren die Trainingslager immer ein voller Erfolg. Nicht nur, dass wir unsere Form dort verbesserten, nein, es brachte auch immer jede Menge positive Aspekte für den Zusammenhalt.
In den letzten Jahren organsierte Johannes stets wunderbare Trainingslager am Edersee. Auch jetzt ist er schon in der Vorbereitung für 2027, wenn die Mehrheit der Gruppe dort wieder aufschlagen will. Aus diesem Anlass habe ich über unsere Trainingslager nachgedacht. Was hatten wir denn da schon am Start?
2004. Da sind heute nicht mehr alle Läufer dabei.
Ein Trainingslager war im Jugend Rot Kreuz Haus in Einbeck auf der Hube. Das war 2004. Da waren wir schon eine große Gruppe. Wir wurden dort fantastisch bekocht und von den Mitarbeitern des Roten Kreuzes betütelt. Es gab harte Laufeinheiten auf der Hube und Temporennen um das Oberbecken des Pumpspeicherwerkes Erzhausen. Am Ende wartete der Lauf nach Delligsen auf alle Teilnehmer. Woran ich mich in Einbeck auch noch gut erinnere, ist das Besi und Fußi fast die Futterreserven des Roten Kreuzes „vernichtet“ haben. Den Beiden beim Essen zuzuschauen war eine wahre Freude.
Kathrin und Sabine vor einer Trainingseinheit.
Auch an ein Trainingslager in Silberborn erinnere ich mich gern zurück. Dort liefen wir durch das Hochmoor und spulten ebenfalls reichlich Tempokilometer ab. Der Nachhause-Lauf von Silberborn nach Delligsen war der Hit. Es war heiß und Tewes und Armin verliefen sich und machten aus den 33 Kilometern über 42.
Nach dem Lauf von Einbeck nach Delligsen
gab es natürlich ein Einbecker Bier.
In den letzten Jahren haben wir dann die Höhenmeter rund um den Edersee ausgekundschaftet. Das war immer anspruchsvoll und anstrengend zugleich. Mittlerweile kennen wir uns in dem Gelände gut aus. Für unsere Verhältnisse gibt es dort alles, was wir für ein gutes Trainingslager brauchen. Schauen wir also mal, wohin es 2027 geht. Ich bin gespannt.
Thomas Knackstedt
Links:
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