Link oder Leben
Hier ist Platz für alle Themen rund ums Laufen und Leben. Diese Rubrik kann sich bei besonderen Anlässen ändern und sich ganz speziell auf einen Wettkampf oder andere Dinge focussieren.
Ansonsten ist hier Raum für alles, was uns bewegt. Freundschaft, Abenteuer, Liebe, Leben, Alltag oder Urlaub. Lasst euch einfach überraschen...
DANKE!
Wie sieht es denn so aus im Profisport? Worum geht es bei all unseren Idolen in Sachen Fußball, Basketball, Marathon und Tennis denn? Richtig: Um Geld! Titel, Ruhm und Ehre sind heute bei den Profis schon lange keine Zugpferde mehr. Man sehe sich nur die Besetzung von Marathon-Weltmeisterschaften an, wenn gerade irgendwo anders auf der Welt ein hochbezahlter Stadtmarathon stattfindet. Da folgen die Profis dem Geld. Immer.
Wir sind keine Profis. Vielleicht träumt der ein oder andere von uns, einmal so gut zu werden, dass er mit seinem Sport seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Aber, ganz ehrlich: Ich halte das nicht für erstrebenswert. Das, was die Seele des Sports ausmacht, gibt es im Profibereich nicht mehr. Da ist der Sport nicht mehr die schönste Nebensache der Welt, sondern ein knallhartes, nur noch von monetären Aspekten geleitetes Geschäft.
Wir hingegen freuen uns über jede Medaille, die man uns nach einem erfolgreichen Marathonstart um den Hals hängt. Wir jubeln über eine Bestzeit, die schwarz auf weiß auf einer Urkunde steht. Wir lieben das Schulterklopfen der Freunde, wenn wir richtig gut unterwegs waren und genießen jeden Artikel in unserem Lokalblatt, wenn wir lobend erwähnt werden.
Manchmal ist es so, wie auf der Arbeit. Da glauben viele Menschen, das Wertschätzung nur in Geld zu zeigen ist. Schwachsinn! Wenn dir jemand sagt, dass Du etwas gut gemacht hast, dir Dank und Hochachtung ausgesprochen wird, dann ist das oft mehr wert als jeder Euro im Portemonnaie.
Genau diese Gedanken gingen mir durch den Kopf, als wir am letzten Wochenende eine ganz besondere Form der Wertschätzung erfahren durften. Frank Thöne, der ein Catering in Delligsen betreibt, hatte uns angesprochen. Er teilte uns mit, dass er von unseren sportlichen Leistungen sehr angetan war und er uns aus diesem Grund ein Essen spendieren wollte. So ein Angebot erhält man nicht jeden Tag und wir sagten mit Freude zu. Der Termin wurde festgemacht und wir waren gespannt, was da auf uns zukam.
Nach dem Marienburg Marathon trafen wir uns bei Jan und kurze Zeit später kam Frank mit einigen Helfern und brachte das Essen vorbei. Es war fantastisch. Hähnchen, Rinderbraten, Carpaccio, Lachs, Kartoffelgratin, Möhren, Erbsen, Blumenkohl, verschiedene Saucen, frisches Brot und ein Extra-Angebot für Vegetarier und Veganer. Kurzum: Es war ein Festessen. Zudem stellte sich heraus, dass Frank nicht nur ein hervorragender Koch, sondern auch noch ein verdammt netter Kerl ist.
Im Nachhinein bedanken wir uns herzlich für diese Wertschätzung. Davon kann jeder Sportler immer eine Portion gebrauchen. Es tut einfach gut, wenn man feststellt, dass die eigene Leistung auch von anderen wahrgenommen wird.
Nach all den Leckereien von Frank durfte uns anschließend auch noch Dennis überzeugen. Er hat ja schließlich auch einmal den Kochberuf erlernt. Sein Nachtisch Bayrisch-Creme war das i-Tüpfelchen auf einem wunderbaren Abend.
Thomas Knackstedt
Grünenplaner Läufer an der Marienburg vorn dabei.
Am Ende des Jahres wartet für viele Läufer in Südniedersachsen der Schloss Marienburg Marathon als Abschluss der Wettkampfsaison. Der Lauf ist perfekt organisiert und schon lange im Voraus ausgebucht. Von Adensen aus geht es in einer Halbmarathonrunde zur Marienburg hinauf und anschließend durch die Feldmark in Richtung Pattensen. Marathon-Starter durchlaufen die anspruchsvolle Strecke zwei Mal.
Von den Grünenplaner Läufern lief Annike Wiedemann die Marathonstrecke. Mario Wehe, Karsten Nitz, Thomas Knackstedt, Roman Feichtinger und Michael Messerschmidt gingen an den Halbmarathon-Start. Als um 10 Uhr der Startschuss erklang, zeigte das Thermometer noch -2 Grad an. Doch die Sonne stand bereits an einem strahlend blauen Himmel. Zunächst ging es bergauf zum Marienberg. Nach einem Trail im Wald ging es hinab zur Straße Richtung Nordstemmen, um von dort in einem Steilanstieg zum Burghof zu gelangen. Dort war dieses Mal Betrieb, da Fans der Serie Maxton Hall zu einem Besichtigungs-Tag eingeladen waren. Anschließend warteten noch zwei Anstiege am Marienberg, ehe es in die Feldmark ging.
Annike Wiedemann gehörte zu drei Ausnahmeläuferinnen im Frauenfeld des Marathons. Die Polin Lidia Niekras als Vorjahressiegerin, die Daniela Ruthenbeck aus Altenoythe und Annike Wiedemann machten den Sieg unter sich aus. Am Ende triumphiert Niekras auf Platz 1. Ruthenbeck folgte mit drei Minuten Rückstand auf Platz 2. Wiedemann kam vier Minuten später, mit einer Zeit von 3:32 Stunden, auf Platz 3 ins Ziel. Sie verbesserte damit ihre Marienburg-Zeit um 2 Minuten und kann mit dem Ergebnis hochzufrieden sein.
Sehr gut vorbereitet ging Mario Wehe ins Rennen. Er hat in diesem Jahr längere Strecke trainiert und war am Ende, mit einer Zeit von 1:31 Stunden, auf einem hervorragenden 8. Platz im Gesamtfeld im Ziel. Damit gewann er auch die Altersklassenwertung in der M50.
Karsten Nitz ging nach längerer Wettkampfpause an den Start. Er kam gut durchs Rennen und wurde in einer starken Zeit von 1:40 Stunden im Gesamtfeld 18. In der Altersklasse M55 war das Platz 3.
Lauftrainer Thomas Knackstedt erwischte einen perfekten Tag. Problemlos meisterte er den Kurs in 1:46 Stunden. Das war Platz 28 im Gesamtfeld und der Sieg in der Altersklasse M60.
Roman Feichtinger und Michael Messerschmidt waren mit ihren Ergebnissen nicht ganz zufrieden. Beide hatten leichte Schwierigkeiten bei den steilen Anstiegen zur Marienburg. Feichtinger war nach 1:49 Stunden auf Platz 46 gesamt im Ziel. Messerschmidt folgte eine Minute später auf Platz 52. Er belegte Platz 3 in der Altersklasse M60.
Zur gleichen Zeit des Schloss Marienburg Marathons fand in Bad Gandersheim der See Park Lauf statt. Dort waren Ulrike Holec-Eggers und Jörn Hesse für den Tuspo Grünenplan auf der 10 Kilometer Strecke am Start. Holec-Eggers zeigte erneut, dass in Zukunft mit ihr zu rechnen sein wird. In 45 Minuten belegte sie Platz 5 im Gesamtfeld und gewann die Altersklasse W50. Routinier Jörn Hesse war 40 Minuten unterwegs. Das war Gesamtplatz 14 und bedeutete den Sieg in der Altersklasse M50.
Thomas Knackstedt
Ein ganz spezieller Haufen.
Ich will es mal so sagen: Es ist dunkel. Es regnete ohne Unterlass. Das Thermometer zeigt 3 Grad an. Ein leichter Wind macht, dass sich diese 3 Grad wie 0 Grad anfühlen. Und doch sind am Treffpunkt unseres Trainingsabends 13 Läufer versammelt. Ich frage mich da: „Was stimmt mit denen nicht?“
Okay, ich werde jetzt Louisa, Sarah, Annike, Jacqueline, Jan, Karsten, Messer, Roman, Mario, Marco, Dennis und Jörn nicht fragen, wieso sie hier sind. Ich bin ja schließlich auch da. Obwohl… jetzt vor dem Ofen mit einem Glühwein in der Hand wäre auch schön. Aber das kommt später. Diese Truppe ist halt ein ganz besonderer Haufen. Ich gehe mal davon aus, dass bei der Hälfte der Lauftreff-Gruppen im Land das Training bei diesen Bedingungen ausgefallen wäre. Aber: Das läuft bei uns nicht! In den letzten 27 Jahren ist das Training noch nie auf Grund von Wetterverhältnissen ausgefallen. Wieso sollten wir also heute damit anfangen?
Als Entschädigung für das Mistwetter gibt es ein leichtes Trainingsprogramm. Einmal nach Kaierde, dort zwei Runden im Wohlfühltempo und wieder ab nach Hause. Während des Laufs schon mal quatschen, wie wir das Rennen an der Marienburg am Samstag angehen. Da soll es trocken bleiben, aber noch kälter werden als im Moment.
So drehen wir also unsere Runden und verhackstücken schon mal die Renntaktik und vieles mehr. Es dauert nur ein paar Kilometer und ich bin mit Dennis allein. Der Rest ist zu schnell für uns. Macht aber auch nichts. Kann man den Regen und die Kälte noch ein wenig länger genießen. Das sorgt ganz sicher dafür, dass der „Glühwein danach“ eine ganz besondere Freude wird.
Thomas Knackstedt
Links:
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