Link oder Leben

 

Hier ist Platz für alle Themen rund ums Laufen und Leben. Diese Rubrik kann sich bei besonderen Anlässen ändern und sich ganz speziell auf einen Wettkampf oder andere Dinge focussieren.     

 

Ansonsten ist hier Raum für alles, was uns bewegt. Freundschaft, Abenteuer, Liebe, Leben, Alltag oder Urlaub. Lasst euch einfach überraschen...


 


Begegnung der dritten Art.

 

Petra, Kathrin und ich sind im Hils unterwegs. Sonntagmorgen ist Mädels-Tag. Heute kommt mir das Tempo meiner Begleiterinnen sehr entgegen. Meine Beine sind so schwer wie Ambosse. Der Dreißiger gestern, zum Teil auf geschlossener Schneedecke, hat mich reichlich Kraft gekostet. So dackeln wir also zu dritt fünf Kilometer den Langen Weg hinauf. Der Schnee von gestern ist geschmolzen, nur hier und da erinnern kleine Schneefelder an den heftigen Wintereinbruch im April.

 

Bei Kilometer 5 drehen wir um. Es geht wieder zurück. Ich muss jetzt aus dem Quark kommen und wenigstens den Rückweg mit ein bisschen Druck gestalten. Also laufe ich schneller und entferne mich, wenn auch nur langsam, von den Frauen. Richtig gut fühlt sich das nicht an. Nach einem Kilometer sehe ich am Ende des Weges zwei Läufer auf mich zukommen. Kurze Zeit später erkenne ich, dass es eine Frau und ein Mann sind. Dann denke ich: Diese Laufstile kenne ich. Aber irgendwie gehören die nicht hierher. Wieder ein paar Meter weiter bin ich mir dann sicher: Entweder ist das eine Fata Morgana, oder der zweite Ardmore gestern Abend war doch einer zu viel. Vielleicht brennen mir ja auch gerade die Sicherungen im Oberstübchen durch. Während mit das durch den Schädel geht, öffnet die entgegenkommende Frau die Arme und ruft lauthals: „Thomas!“ Das reißt mich aus meinen Gedanken. Sie sind es: Dorit und Friedel. Aus NEUKÖLLN! Liebgewonnene Freunde, die ich heute Morgen, hier im Hils, nun wirklich nicht erwartet hätte.

 

Wir begrüßen uns überschwänglich. Kurze Zeit später laufen auch Kathrin und Petra auf. Also wird noch Mal gedrückt und geherzt. Eine echte Begegnung der dritten Art. Über 300 Kilometer von Berlin entfernt. Im Gespräch erfahren wir, dass Dorit und Friedel zurzeit in der Nähe sind, um Friedels Mutter zu besuchen. Da bot es sich an, den Weg des Ith-Hils Trails ein Stück abzulaufen. Schließlich will Friedel da in zwei Wochen laufen.



Friedel beim Ith-Hils Trail 2018.

 

Eigentlich gibt es solche Zufälle nicht. Aber das Leben schert sich nicht um Wahrscheinlichkeiten. Ich habe mich jedenfalls tierisch gefreut meine beiden „Spezies“ aus dem Dicken B. mitten im grünen Wald des Hils zu treffen. Als ich wieder loslaufe, fühlt sich das auch gleich schon viel besser an.



Thomas Knackstedt



Wieder ein Jahr...


... ist vorbei, seit diese Webiste vor einigen Jahren hier an den Start gegangen ist. Wie immer, wenn die Seite Geburtstag feiert, wird sie mit neuen Bildern bestückt. Dabei gehen mir die Fotos nicht aus. Im Gegenteil; ich muss lange aussuchen, was ich auf die Seite packe. Die Auswahl an guten Bildern ist noch immer sehr groß.


1998 hätte ich nicht gedacht, dass sich der Lauftreff bis ins Jahr 2019 hält. Wie lange diese Geschichte weitergeht, steht ohnehin in den Sternen. Das Umfeld des Treffs und die handelnden Personen haben sich verändert. So, wie sich auch die Zeiten ändern.


Noch immer laufen wir. Und, da spreche ich jetzt für mich, ohne Laufen würde mir in meinem Leben, jedenfalls momentan, etwas fehlen. Laufen ist mit Sicherheit nicht der wichtigste Posten in meinem Dasein. Aber es ist eine Beschäftigung, die vieles erst ermöglicht und manches ertragbar macht. Die Wichtigkeit von Bewegung wird in unserer Gesellschaft unterschätzt. Da bin ich mir ziemlich sicher. Wir versuchen Bewegung durch Medikamente und hippe Lebensphilosophien zu ersetzen. Das funktioniert fast nie.


Der Mensch will laufen. Wir sowieso. Solange das noch geht und wir noch nicht mit Rollatoren unterwegs sind, werdet ihr hier noch ein paar Geschichten lesen und euch einige Fotos anschauen können.



Bilder wie dieses kann man zum Beispiel sehen, wenn man Morgens aus dem Küchenfenster schaut.


Denn eines steht für mich fest: Die Faszination des Laufens wird nicht verschwinden. Und gute Bilder, die gibt es an jeder Ecke zu sehen. Man muss nur hinschauen...



Thomas Knackstedt



24 Stunden


Mehr hat ein Tag nicht anzubieten. Manchmal wünschte man sich ein bisschen mehr, aber die Erfüllung solcher Wünsche wird es nicht geben.


Man muss die Zeit nutzen. Gerade als Läufer in der Marathonvorbereitung sind die Zeitfenster oft eng gesetzt. Bei mir sieht es gerade so aus, dass ich arbeite und nebenbei hin und wieder auf eine Baustelle muss. Nicht so einfach. Dabei laufe ich im Moment nur ca. 80 Kilometer die Woche. Die Wochen über 100 Kilometer, die früher selbstverständlich waren, kriegt mein in die Jahre gekommener Körper nicht mehr hin.



Röntgenlauf 2007.


Da auch ansonsten alles immer länger dauert, ist Geschick und Cleverness gefragt. Heute habe ich mir die Zeit gut eingeteilt. Nach der Radfahrt zur Arbeit, gab es in der Mittagspause einen Tempolauf unterm Himmelberg. Danach wieder Arbeit und anschließend die Radfahrt nach Hause.


Nach Cappucino und Kuchen ging es auf die Baustelle in Kaierde. Kathrin fuhr mich mit dem Auto. Zusammen mit Anna ackerte ich da zwei Stunden und holte dann die Laufsachen aus meinem Rucksack, um anschließend Richtung Abendbrot nach Hause  zu laufen.


So habe ich heute meine 11 Laufkilometer zusammenbekommen und die Zeit verdammt gut eingeteilt. Mit ein bisschen guten Willen und  einem Schuss Engagement kann man seine Vorbereitungskilometer zusammenbekommen, auch wenn die Zeit knapp scheint.



Thomas Knackstedt

 

Die Homepage unseres Vereins erreicht ihr unter

 

 

http://www.delligser-sport-club.de/

 

Dort ist unter der Rubrik "Lauftreff" noch ein Archiv vorhanden, in dem ihr die Wettkämpfe und Bericht der letzten beiden Jahre lesen könnt.  

 

Wer einfach nur gern liest, und auf neue, interessante Texte steht, der darf hier schauen

 

Die Polizeipoeten

 

Wer einen Blick auf meine Amazon-Seite werfen möchte, kann das hier tun:

 

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