Link oder Leben

 

Hier ist Platz für alle Themen rund ums Laufen und Leben. Diese Rubrik kann sich bei besonderen Anlässen ändern und sich ganz speziell auf einen Wettkampf oder andere Dinge focussieren.    

 

Ansonsten ist hier Raum für alles, was uns bewegt. Freundschaft, Abenteuer, Liebe, Leben, Alltag oder Urlaub. Lasst euch einfach überraschen...


 


Augen zu und durch.


Es gibt so Tage, da läuft es richtig gut. Und es gibt Tage, da läuft es gar nicht gut. Heute, bei unserem ersten Lauf über 35 Kilometer hatte ich das Gefühl, dass Annike, Natascha, Jan, Johannes und Karsten einen richtig guten Tag hatten. Meiner dagegen war, jedenfalls was den Lauf angeht, eher von der gebrauchten Sorte. Letztendlich war ich nach den 35 Kilometern jedoch froh, diesen Lauf zu Ende gebracht zu haben. Wenn auch unter der Prämisse Augen zu und durch.


Wir trafen uns um 10 Uhr bei mir. Natascha und Jan hatten da schon 16 Kilometer auf der Uhr. Sie sollten, weil Natascha das bisher irgendwie noch nicht so richtig hinbekommen hat, LANGSAM laufen und taten genau das. Sehr gut! Zusammen starteten wir zwei Kilometer in die Schleie hinein, danach ging es nach Grünenplan. Dort stellten wir auf dem letzten Kilometer zum Wendepunkt fest, dass es die richtige Entscheidung war, auf der Straße zu bleiben. Die Waldwege waren überfroren und schlecht zu laufen. Nach 12 Kilometern waren wir wieder bei uns. Es gab Tee, Bananen und wer wollte konnte auch ein wenig Schokolade schnökern.


Danach waren 11 Kilometer Richtung Varrigsen angesagt. Die mussten Natascha und Jan nicht ganz mitlaufen, da sie ihr Pensum schon vorher erreicht hatten. Sie drehten kurz vor Düsterntal um und liefen wieder zurück. Annike, Johannes, Karsten und ich liefen noch nach Varrigsen hinein und machten uns dann auf den Rückweg. Schon da merkte ich, dass meine Beine heute nicht so wollten, wie ich das gern hätte. Ich hatte mir gestern, bei einem kurzen, aber sehr anspruchsvollen Crosslauf mit Arkadi ein wenig das Knie gereizt und das merkte ich jetzt. Allerdings waren es vor allem meine schweren Beine, die mir zu schaffen machten. Karsten blieb bei mir, bis wir wieder bei uns waren. Danach schickte ich die Drei allein auf die Reise und lief mein eigenes, sehr langsames Tempo.



Karsten, Jan, Johannes, Annike, Sabine und Melina beim Trainingslager am Edersee. 


Die letzten 12 Kilometer legten Annike, Karsten und Johannes los. Sie liefen den Abschnitt fünf Minuten schneller als ich und waren nach 3:07 Stunden wieder zu Hause. Eine wirklich gute Leistung. Keiner von den Dreien sah angegriffen oder kaputt aus. Da geht was! 


Ich hatte das Glück, dass ich in Kaierde auf Roman traf. Der hatte heute Morgen, aus welchen Gründen auch immer, nicht so wirklich aus dem Bett gefunden. Das war für mich natürlich ein Glücksgriff. So brauchte ich die letzten 9 Kilometer nicht allein laufen. Ein Segen! Da ich Roman ohnehin gern beim Hannover Marathon begleiten möchte, konnten wir schon mal üben, wie sich so eine 5:30 Minuten auf den Kilometer anfühlt. Gar nicht mal so schlecht.


Wieder zu Hause konnte ich den anderen noch zu ihrer guten Leistung gratulieren und anschließend ein paar Eisbeutel aus der Gefriertruhe holen. Es gibt so Tage wie diesen. Da muss man einfach durch. Beim nächsten Langen Kanten sieht es dann hoffentlich wieder anders aus…



Thomas Knackstedt



Schwere Beine beim Training. 


Heute beim Training standen 15 Kilometer auf dem Zettel, von denen 2 x 3 Kilometer schnell gelaufen wurden. Ich merkte schon, als ich zum Treffpunkt lief, dass das heute eine schwierige Nummer wird. 


Sarah, Natascha, Annike, Messer, Mario, Arne, Roman, Dennis und ich fanden uns am Treffpunkt an. Es war eisekalt und ein kleiner, fieser Wind machte das Laufen unangenehm. Zunächst ging es nach Kaierde. Da waren die ersten drei schnellen Kilometer angesagt. Mario gab Gas, ich hängte mich an Dennis ran und der Rest der Truppe war kurz hinter mir. Nach 14 Minuten war ich durch. Die Zeiten war so lala, aber die Bedingungen waren nicht gerade optimal. 



Roman und Arne im Schnee.


Danach ging es nach Grünenplan. Die langsamen 5 Kilometer zum Zwergenhaus taten mir verdammt weh. Meine Beine waren bleischwer und mein Spaßfaktor befand sich bei Null. In Grünenplan starteten wir die 3 Tempokilometer nach Delligsen. Ich hängte mich wieder bei Dennis rein und Mario war vorneweg. Natascha, Annike und Roman liefen zusammen. Jetzt standen bei mir 13 Minuten auf der Uhr. Ohne Dennis, den ich als Zugpferd nutzen konnte, wäre das bei mir heute wesentlich langsamer gegangen. 


Es gibt so Tage, da läuft es einfach  nicht. Heute war so ein Tag bei mir. In Zukunft, würde ich auf diese Tage gern verzichten, aber ihr wisst ja: Das Leben ist kein Ponyhof. 



Thomas Knackstedt



Laufende Regeneration.


Es ist ja so, dass die meisten Läufer ihre Beine nicht still halten können. Da besteht übrigens bei Frauen und Männern echte Emanzipation. Es geht allerdings nicht, jeden Tag Vollgas zu geben, ohne dass das Folgen hat. Viele der sogenannten Dauerläufer glauben ja fest daran, dass ihr vieles Laufen sie in Topform bringt. Doch das ist ein Irrtum. Gezieltes Training mit richtig gesetzten Pausen ist der Weg zur optimalen Form. Jeder, der etwas anderes sagt, hat von Lauftraining nicht allzu viel kapiert.


Man kann sich allerdings auch laufend regenerieren. Nicht an jedem Tag, aber ab und an ist dagegen nichts einzuwenden. Entscheidend ist, dass man sich wirklich jenseits jeder Belastung befindet. Dann kann ein Lauf entspannender sein, als eine Stunde auf dem Sofa.


Meine Regeneration sah heute so aus, dass ich mit Petra, Kathrin und Arkadi unterwegs war. Die Mädels waren vor allem daran interessiert Zeit miteinander zu verbringen, sich zu bewegen und zu quatschen. Arkadi wollte laufen; das ist ohnehin eine seiner Lieblingsbeschäftigungen. Und ich lief einfach mit.



Meine heutigen Begleiter.


Wir drehten eine lockere 8 Kilometerrunde durch den Hils. Es gab ein paar knackige Anstiege und auf Schnee durften wir auch laufen. Aber wir waren langsam. Sehr schönes Unterhaltungstempo. Mein Puls ging nicht ein einziges Mal über 120 Schläge. Auch so kann Laufen großen Spaß machen. Viele, vor allem männliche Läufer, glauben das allerdings nicht. Da kann ich nur sagen: Selber schuld!



So etwas Schönes gab es auch zu sehen.


Es gibt Zeiten um sich zu belasten und es gibt Zeiten der Entlastung. Diese beiden Zustände richtig zu koordinieren, das nennt man Training. Und wer gut trainiert, der bringt auch gute Leistung. So einfach ist das…



Thomas Knackstedt



Die Homepage unseres Vereins erreicht ihr unter

 

http://www.delligser-sport-club.de/

 

Dort ist unter der Rubrik "Lauftreff" noch ein Archiv vorhanden, in dem ihr die Wettkämpfe und Bericht der letzten beiden Jahre lesen könnt.  

 

Wer einfach nur gern liest, und auf neue, interessante Texte steht, der darf hier schauen

 

Die Polizeipoeten

 

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Amazon Thomas Knackstedt