Sie laufen und laufen...        

        

Die Delligser Läufer sind viel unterwegs. Hier werdet ihr immer wieder Berichte von den Wettkämpfen der Delligser finden. Natürlich gibt es auch mal eine Homestory oder ein wenig Laufkunde. Lasst euch überraschen..

 

Wer unsere Gruppe nicht kennt: Wir laufen seit 1998 zusammen und sind mittlerweile über 20 Marathon- und Ultraläufer. 2008 haben wir in der Gruppe die schnellste Laufdurchquerung Deutschlands zu Fuß hinbekommen. Nach 2 Tagen und 22 Stunden waren wir in einer Staffel, ohne Unterbrechung, von Österreich nach Dänemark gelaufen. Ansonsten waren wir als Mannschaft bei den großen Marathons und Ultraläufen sehr erfolgreich und verfügen auch über ein paar verdammt schnelle Läuferinnen und Läufer. 


 

Legen wir also los...



Der Stand der Dinge.

 

Deutschland hält Abstand. Das ist gut. Die Bilder, die uns gestern aus Italien erreicht haben, sollten jedem einzelnen von uns Mahnung und Warnung genug sein. Wir alle können nur hoffen, dass die getroffenen Maßnahmen ausreichen, damit wir nicht derart von dem Virus überrannt werden, wie unsere Nachbarn.

 

Noch immer kann jeder, fast alles machen. Wir verzichten auf Gemeinsamkeit; allerdings nur außerhalb der Familie. Wenn ihr mich fragt, ist das ein kleiner Preis für das hohe Gut Gesundheit. Wir können spazieren gehen, joggen, Rad fahren, halt immer nur im kleinen Kreis.

 

Heute bot sich ein Deutschlandweiter Spaziergang-Tag an. Das Wetter war traumhaft. Kathrin und ich waren mit Petra im Hils unterwegs. Immer schön mit Abstand. Der „Witz“ des Tages war, dass wir auf dem Hilskamm erst Dennis trafen und später am Von Langen Platz Marco, Annike und der Doc, alle aus verschiedenen Richtungen kommend, zu uns stießen. Gibt es solche Zufälle? Na ja, in jedem Fall haben wir den großen Platz genutzt, um ihn mit uns paar Hanseln weiträumig auszufüllen.



Im Spaziergang-Modus: Arkadi.

 

Unser Training am Mittwoch wird unter den jetzigen Umständen nicht mehr stattfinden können. Auch das ist eine vernünftige Maßnahme, bei der wir mitgehen werden. Die Vorbereitungen der einzelnen Läufer für die Marathonstarts(die mittlerweile alle abgesagt wurden) legen wir auf Eis. Wir halten unsere Form auf Sparflamme, um sie jederzeit wieder aktivieren zu können.

 

Diese Tage habe ich mit Freunden in Berlin, Nancy, Grodzisk und Osaka Kontakt aufgenommen. Allen geht es gut. Das beruhigt uns ungemein.

 

Wir werden sehen, was uns die nächste Woche bringt. Wer weiß, vielleicht nutze ich die Seite hier, um einen kleinen „Corona-Blog“ zu schreiben. Es gibt vieles, das berichtenswert ist. Gutes und weniger Gutes. Schauen wir mal…



Thomas Knackstedt



Training in Zeiten von Corona.


Die Welt verändert sich gerade. Von Hektik Richtung Stillstand in einer Woche. Wer hätte gedacht, dass so etwas passiert? Kein Klimawandel und kein Kriegsgeschehen hat unser Land(und den Rest der Welt) in den letzten Jahren so aus dem Rennen genommen wie der Corona Virus.


Der ein oder andere Mensch hat den Ernst der Lage noch immer nicht erkannt. Auch, dass es in erster Linie mal nicht um die Jungen und Fitten, sondern um die Alten und Schwachen geht, kapiert nicht jeder.


Die Läden sind zu. Die Vereine machen Pause. Wie sieht es da mit Laufen aus? Natürlich sollten wir uns an den Rat der Fachleute halten und keine größeren Pesonengruppen zusammenfügen. Das wäre leichtsinnig.


Wir stellen unser Training momentan frei. Es kommt, wer mag. Jeder, der sich auch nur ansatzweise kränklich fühlt, bleibt zu Hause. Beim Treffpunkt halten wir große Abstände zueinander. Hände schütteln und Umarmungen sind auf Eis gelegt. Danach laufen wir in Gruppen von 2 bis maximal 3 Läüfern, untereinander in genügendem Abstand, und zeitlich um Minuten versetzt. So werden wir uns verhalten.



So eng rücken wir momentan nicht zusammen.


Gemeinsames Duschen entfällt ohnehin, da die Schulen und Sporthallen geschlossen sind.


Letztendlich heißt es aufmerksam und vorsichtig, aber nicht panisch zu handeln. Sollte sich die Lage dann weiter ändern, werden wir auch darauf reagieren.



Thomas Knackstedt



Ein hartes Stück Arbeit.


Das war mein Ziel für den heutigen Langen Lauf; jedenfalls für Annike. Ich war mir relativ sicher, dass Dennis und ich den langen Kanten von 30 Kilometern mit reichlich Höhenmetern gut wegstecken würden. Für Annike war es eine Herausforderung in muskulärer Hinsicht. Die Zeit war egal, der Rest harte Arbeit...


Wir kamen gut durch und das Wetter lud zum Fotografieren ein, also gibt es hier eine Fotostrecke mit ein paar schönen Bildern.



Zunächst einmal waren ein paar Höhenmeter hinter dem Gelben Wasser zu absolvieren.



Der Weg war schwierig, aber für einen Überflieger machbar.



Bei Kilometer 14 llief Marco auf uns auf. Überraschung!



Kilometer 25 sah eine sehr bemühte Annike, deren Spaßgrenze deutlich überschritten war.



Dabei war die Strecke doch super...



... oder?



Und nochmal fliegen.



Das geht doch super.



Am Ende überwiegt dann die Freude, diese Hürde übersprungen zu haben. Es war nicht einfach, aber schön. Nach 3:01 Stunden ist jedenfalls noch ein Lächeln drin.


Da vermutlich alle Laufveranstaltungen ausfallen, werden wir die Marathonvorbereitung "einfrieren." Das heißt, dass wir alle  zwei Wochen einen Langen Lauf machen werden. In der Woche sollten dann noch zwei oder drei Läufe stattfinden. Die Belastung wird reduziert, bis wir wissen, wie es weitergeht.


Heute war jedenfalls ein wunderbarer Lauftag. Prima Wetter und ein Lauf mit zwei jungen Menschen, die man gern um sich hat. Was will ein alter Lauftrainer mehr verlangen?



Thomas Knackstedt




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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