Sie laufen, und laufen, und laufen...        

         

Die Delligser Läufer sind viel unterwegs. Hier werdet ihr immer wieder Berichte von den Wettkämpfen der Delligser finden. Natürlich gibt es auch mal eine Homestory oder ein wenig Laufkunde. Lasst euch überraschen..

 

Wer unsere Gruppe nicht kennt: Wir laufen seit 1998 zusammen und sind mittlerweile über 20 Marathon- und Ultraläufer. 2008 haben wir in der Gruppe die schnellste Laufdurchquerung Deutschlands zu Fuß hinbekommen. Nach 2 Tagen und 22 Stunden waren wir in einer Staffel, ohne Unterbrechung, von Österreich nach Dänemark gelaufen. Ansonsten waren wir als Mannschaft bei den großen Marathons und Ultraläufen sehr erfolgreich und verfügen auch über ein paar verdammt schnelle Läuferinnen und Läufer. 


 

Legen wir also los...



Was läuft?


Wie sieht es aus mit dem Marathonstart im Herbst diesen Jahres? Zum einen ist es so, dass die Vorbereitung zumindest schwierig ist. Das Wetter in diesem Sommer 2018 ist nicht läuferfreundlich. Schon gar nicht für Langstreckler.


Wir haben schon fast MItte September und noch immer gehen die Temperarturen nicht runter. Ich gehe nicht davon aus(HOFFENTLICH!), dass wir am 21. Oktober noch so ein Wetter haben. Es wäre auch ganz schön, wenn es wieder Mal regnen würde.


Der Plan für Magdeburg sah so aus, dass ich das Rennen zusammen mit Melina und Tobi angehe. Zusammen wären wir sicher bis Kilomter 30 gekommen und dann würden wir schauen, was machbar ist. Doch Pläne sind nur Schall und Rauch. Weder Melina noch Tobi sind momentan so richtig im Training. Beide haben mehr oder weniger pausiert und stecken nicht wirklich in der Vorbereitung. Ob sie starten? Ich habe keine Ahnung. Das ist auch schwierig vorherzusagen. Nur jeder Läufer selbst weiß, ob er an die Startlinie eines Marathons gehen sollte oder nicht.



So einen Zieleinlauf würde ich mir wünschen.


Ich habe meine 80 Wochenkilometer und die Langen Läufe im Kasten. Ich bin nicht so gut drauf, wie 2017 aber gut genug, um bei ordentlichen Bedingungen eine gute Zeit zu laufen. Vor allem aber hatte ich bisher keine Ausfälle und war gesund. Das ist in der Vorbereitung mehr als die halbe Miete.


Schauen wir mal, wie es weitergeht Ich werde euch auf dem Laufenden halten. Natürlich hoffe ich, dass ich in Magdeburg nicht allein auf die Strecke muss...



Thomas Knackstedt



Bergauf und bergab.

 

So ging es heute bei den vierten Grünenplaner Mountainbike-Tagen. Zum ersten Mal überschritt die Teilnehmerzahl 100 Fahrer. Die Veranstaltung hat das verdient. Sie ist gut organisiert, verfügt über wunderbare Strecken und ist dabei doch charmant unkonventionell.



Komm in meine Arme: Thomas.

 

Wolfram hatte mich gefragt, ob ich mit ihm zusammen die 50 Kilometer Spezial Strecke fahren würde. Da habe ich mich nicht lange bitten lassen. Um 09:15 Uhr fuhren wir hier los und schrieben uns kurze Zeit später auf dem Sportplatz in Grünenplan in die Teilnehmerliste ein.



Erkannt: Messer.

 

Ich war komplett begeistert, als ich dort Messer, Thomas Walter, Detlef Kaaden, Michael Strohmeyer, Andi Wehrheim und Werner Sperling traf. Alles Begleiter vergangener und aktueller Zeiten, die sich ebenfalls für die Fahrt eingeschrieben hatten.



Alter Weggefährte: Michael.

 

Um 10:10 Uhr ging es dann los. Die Strecke war nicht ohne. Es ging über den Kammweg zur Bloßen Zelle hinauf. Steiler geht es bei uns nicht. Wolfram und ich waren immer in der Nähe von Michael Strohmeyer und so konnten wir das ein oder andere Schwätzchen halten. An den Steigungen mussten wir allerdings ordentlich kurbeln.



Gut in Form: Wolfram.

 

Später boten die Passagen auf dem Sandweg und dem Langen Weg die Möglichkeit es richtig schnell rollen zu lassen. Nach ungefähr 2:15 Stunden waren wir wieder in Grünenplan und hatten eine wunderbare, anspruchsvolle Radtour hinter uns. Ich gehe mal davon aus, dass wir uns dort nächstes Jahr wieder sehen. Den Veranstaltern ist hiermit ein dickes Dankeschön und die Bestätigung einer sehr guten Organisation ins Stammbuch geschrieben.



Thomas Knackstedt



30 Kilometer in einer Minute.


So kam es mir heute jedenfalls vor. Ein Langer Lauf ohne Uhr. Langsam und komplett in Gedanken versunken. Schon beim ersten Schritt gingen mir eine Million Sachen durch den Kopf und daran änderte sich nichts, bis ich wieder vor unserer Haustür stand.


Letztes Wochenende war Wettkampf. Nach dem Halbmarathon in Greene waren jetzt wieder 30 Kilometer angesagt. Der 7. Lange Lauf der Vorbereitung war ein  ganz Besonderer. Ich war schon vor dem Laufen dehydriert. Ncht, weil ich zu wenig getrunken hätte, nein. Ich hatte schlichtweg zuviel geheult.



Es war Seishiros letzter Tag bei uns und der Abschied war tränenreich. Ich hätte nicht gedacht, dass man einen Menschen innherhalb von drei Wochen so lieb gewinnen kann. Aber es ging nicht nur mir so. Auch Kathrin und die anderen Gasteltern, die wir noch am Bahnhof trafen, waren komplett aufgelöst. "Unsere" Kinder sind jetzt für ein Jahr im ganzen Land verteilt und der Abschied tat verdammt weh.


Beim Langen Lauf ging mir das, und noch vieles mehr durch den Schädel. Das Leben ist nicht so banal und vorbestimmt, wie viele Menschen meinen. Wer es mit offenen Augen wahrnimmt, der erkennt, wie wunderbar es sein kann. Bei mir sorgte dieser Abschied jedenfalls dafür, dass ich die heutigen 30 Kilometer kaum wahrgenommen habe und für die letzten Wochen überaus dankbar war.



Thomas Knackstedt




 

 

 

 

 

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