... das gehört zusammen wie gutes Training und ein schneller Wettkampf. Es muss aber nicht immer mit Laufen zu tun haben. Hier bekommt ihr jeweils eine Story angeboten, die sich ums Laufen dreht, oder auch nicht.
Wenn „Tote“ lebendig werden.
Ich sage es ja immer wieder: Konkurrenz belebt das Geschäft. In Sachen Laufen war das beim Lauftreff eines unserer großen Erfolgsrezepte.
Beim Marathon waren es Karsten, Tewes, Jörn und Rafael die im Zeitbereich von 2:40 Stunden plus minus 5 Minuten die „Säbel kreuzten.“
Wenn es knapp unter die 3 Stunden ging, hießen die Konkurrenten Sabine, Carola, 3 x Thomas, Jürgen, Achim und Mario.
Okay, das sieht nicht nach Konkurrenz aus.
Es ging immer darum, die Freundin oder den Freund aus dem eigenen Verein hinter sich zu lassen. Der Rest war unwichtig. Das Prinzip funktioniert heute noch, nur die Namen haben sich geändert. Ein schönes Beispiel dafür war der 7. Wisent Run in Springe.
Wer schon einmal im Saupark gelaufen ist, wird diese Veranstaltung schätzen. Zwischen Wisenten, Wölfen und Bären seine Runden zu drehen, hat echte Klasse. Zudem sind alle Arten von Läufern vertreten, die man sich vorstellen kann. Alt, jung, schnell, langsam, locker oder auch verbissen. Einfach ein großartiges Event.
Das hier schon gar nicht.
In diesem Jahr ging diese Konkurrenznummer schon auf der 6 Kilometer Strecke los. Lilly, Petra und Kathrin waren dort am Start. Während Lilly sich ziemlich weit vorn im großen Starterfeld eingeordnet hatte, waren unsere „älteren Damen“ ein ganzes Stück weiter hinten. Nach den ersten 3 Kilometern führte Lilly mit einem Vorsprung von 1:40 Minuten vor ihren beiden Vereins-Konkurrentinnen. Die spielten dann aber ihre Erfahrung aus. Lilly verlor an Schwung und bei Kilometer 5 zog Petra vorbei. Dabei hängte sie Kathrin ab. Nachdem sie Lilly passiert hatte, bekam diese jetzt Unterstützung von ihrem Papa Jörn. Der machte Lilly wieder „lebendig“ und zusammen nahmen sie Petras Verfolgung auf. Doch die war im Saupark ein „wildes Tier“, das sich die Beute der besten Vereinsplatzierung nicht nehmen ließ. In einer Sekundenentscheidung war sie letztendlich vorn. Kathrin hatte da das Nachsehen. Aber schauen wir mal, wie das beim nächsten Aufeinandertreffen ausgeht.
Aber hier macht der Jörn Lilly Beine.
Jacqueline und Jürgen waren auf den 9 Kilometern unterwegs. Ob sie sich dabei gejagt haben, weiß ich nicht. Aber die Endzeiten von 46 und 47 Minuten lassen darauf schließen. Zudem hatte Jürgen ja auch noch seinen Ex-Laufkollegen Jogi auf der Strecke. Mit dem konnte er sich dann noch messen und den Altersklassensieg einlaufen.
Er selbst konnte konkurrenzfrei laufen.
Roman setzt zum Überholen an.
Auf der 12 Kilometer Strecke zog Jörn vorn seine Runden. Doch dahinter lief „das Duell.“ Roman legte einen Blitzstart hin und war schon am Ende von Runde 1 den Augen des Trainers entlaufen. In den Runden 2 und 3 wurde unser „kommender Marathon-Mann“ dann jedoch deutlich langsamer. In Runde 4 hatte der Trainer den Youngster vor sich und lief bis auf 20 Meter an ihn heran. Doch das bekam Roman mit und innerhalb von Sekunden wurde Roman plötzlich wieder quicklebendig. Obwohl der Trainer seine schnellste Runde lief, rannte Roman ihm jetzt noch einmal davon. Im Ziel war er 23 Sekunden vor dem Trainer. Eine schöne Energieleistung, über die sich der Trainer ganz sicher noch mehr gefreut hat als Roman.
Konkurrenzlos als Fan: Dexter.
So kommt man also zu guten Zeiten. Das funktionierte vor 27 Jahren, als wir den Lauftreff gründeten, und lässt sich auch heute noch beobachten. Gesunde, ehrgeizige Konkurrenz. Kein Neid, keine Missgunst. Ich hoffe, das geht so noch ein paar Jahre weiter. Und, dass wir uns da nicht täuschen, wenn die oben genannten Läufer mal nicht im Einsatz sind, funktioniert das Prinzip bei den anderen Lauftreff-Läufern genau so gut.
Thomas Knackstedt