N E U : 15. Januar 2020      


Das Mittwochtraining steht in Link oder Leben.


Link oder Leben schaut weit nach vorn.


Laufen hat die Ergebnisse der Winterlaufserie Holzminden.


Die Startseite hat eine neue Geschichte.


Link oder Leben hat einen Buchtipp für Euch.


Laufen hat den Sonntag.


Aktuelles aus Holzminden gibt es in Laufen.


Schreiben hat eine neue Geschichte.


     

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.      





Doppelschnarch.


Lieben sie die Perfektion? Überlegen sie mal. Wenn sie sich die Frau, oder auch den Mann, ihrer Träume vorstellen, wie müsste der aussehen? Es gibt doch bestimmt Schauspielerinnen oder Schauspieler, die ihrem Schönheitsideal sehr nahe kommen. Sind das wirklich perfekte Schönheiten? Männer oder Frauen, die nicht den kleinsten Makel aufweisen? Bei den meisten Menschen, die ich kenne, ist das nicht so. Die lieben keine Menschen, die aussehen, als wären sie fotogeshopt worden. Die weder Falten, noch kleine Mängel haben. Im Gegenteil. Oft sind es ein kleiner Silberblick, ein zu großer Mund, eine minimal schiefe Nase, eine Zahnlücke oder zu kleine Ohren, die Menschen optisch interessant machen. Überlegen sie mal.

 

Nichts im Leben ist perfekt. Im Übrigen hat das auch noch nie jemand versprochen. Für jedes Hoch wartet irgendwo schon ein passendes Tief. Alle schweren Anstiege werden von lockeren Talfahrten abgelöst. Zumeist jedenfalls. Man muss auch mit den negativen Dingen der Existenz zurechtkommen. Oft sind sie es erst, die einen auf die Schönheit des Alltags aufmerksam machen.

 

Eine Menge Paare in unserem Alter „leisten“ sich getrennte Schlafzimmer. Immer wieder werde ich in Unterhaltungen belehrt, wie toll und entspannend das ist. So völlig allein in einem Zimmer schlafen. Ungestört der Ruhe frönen. Ich denke dann immer: Okay, wenn ich das wollte, hätte ich nicht geheiratet. Unser Bett ist gerade einmal 140 Zentimeter breit und für meinen Geschmack liegen wir oft noch immer viel zu weit voneinander entfernt. So denkt jeder Mensch halt anders. Wenn ich nachts wach werde und keinerlei Geräusch vernehme, bekomme ich Angst. Ich vermute sofort das Schlimmste und will Sie rütteln, um festzustellen, ob sie noch lebt. Natürlich mache ich das nicht. Aber ich spitze meine Ohren und kann erst dann wieder beruhigt einschlafen, wenn ich ihr leises Atmen höre. Wenn der Mond durchs Fenster scheint, beruhigt mich auch, wenn ich im Schattenspiel des Lichts erkenne, wie ihr Oberkörper sich hebt und senkt.

 

Mit dem Älterwerden wurde das alles viel einfacher für mich. Für Sie natürlich auch. Wir sind nicht perfekt und schnarchen manchmal um die Wette. Es gibt Menschen, die können dann kein Auge mehr zumachen. Ich gehöre Gott sei Dank nicht zu dieser Gruppe. Im Gegenteil. Wenn ich höre, wie Sie neben mir lauter, und manchmal auch leiser, durch die Nacht säuselt, ist das für mich wie ein Schlaflied. Mir fallen die Augen zu und weg bin ich. Wird es zu heftig, schubse ich Sie kurz an und das ist tatsächlich fast so, als würde man bei einem Radio die Lautstärke herunterregeln. Vor allem aber beruhigen mich die Laute, die sie aussendet. Ich weiß, sie ist da, sie lebt, ich brauche mir keine Sorgen machen. Das ist gefühlstechnisch genau der Hintergrund, den ich brauche, um tief und fest schlafen zu können.

 

Eigentlich hätten wir so Hundert Jahre alt werden und gemeinsam im Schlaf sterben können, aber das Schicksal hatte einen anderen Plan für uns. Es muss gewusste haben, wie sehr ich auf dieses vertraute Schnorcheln und Schniefen in stockdunkler Nacht stehe. Also hat es uns Arkadi geschickt.

 

Der kleine Welpe darf als erster Hund in den letzen 40 Jahren komplett bei uns im Haus leben. Die Hunde, die wir hatten; es waren immer zwei, wohnten draußen im Zimmer. Klar waren sei auch oft im Haus, aber nachts waren sie draußen. Da Arkadi allein ist, wollten wir ihm das nicht antun und durfte, sozusagen als verspäteter Sohn, mit einziehen.

 

Natürlich darf der Knabe nicht ins Bett. Das gab es bei uns noch nie. Sofa, Bett und Esstisch sind tabu. Sein Platz ist ein einer ganz wunderbaren Stoffbox, die wir neben das Bett gestellt haben. Wenn wir uns in die Laken werfen, verschwindet Arkadi in seiner Box und schläft direkt neben uns. Ich habe das Glück, bei diesem Hund-Mensch-Trio in der Mitte zu liegen.


 

Es dauerte nicht lange, bis ich die Vorzüge dieser Mittelposition auskosten durfte. Während mir die Ereignisse des Tages noch wie ein Schwarm Bienen durch den Kopf gingen, verabschiedete sich die Liebe meines Lebens in Land der Träume. Kurze Zeit später hörte ich ihr leichtes Schnarchen. Schön, dachte ich. Dann fing es auf einmal von der gegenüberliegenden Seite zu brummen und zu schnorcheln an. Arkadi schlief wie ein stotternder Sechszylinder. Ich streckte die Beine aus, zog mir das Bettdeck bis zum Kinn und war glücklich. Doppelschnarch, sozusagen. Keine Minute später schlief ich tief und fest wie ein Baby…



Thomas Knackstedt



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