N E U : 22. November 2017      


Das Mittwochtraining steht in Link oder Leben.


Laufen berichtet über den Südniedersachsencup.


Link oder Leben hat den Sonntag.


Auf der Startseite steht ein neuer Text.


Die Winterlaufserie startet in Laufen.


Laufen schaut nach Berlin.


Link oder Leben präsentiert einen Filmtipp.


In Schreiben steht eine neue Geschichte.


      

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.  
 



Alles bleibt…

 

… nur ich werde gehen. Das ist der einzige Gedanke, der mir durch den Kopf geht, während mein Blick über die Felder schweift, deren Ähren sich im Wind wiegen. Wir hatten in diesem Jahr nicht viele Tage wie diesen. Der Sommer war ein verkappter Herbst und der Regen hat uns fast täglich wie ein beschissener, kleiner Räuber überfallen. Doch das ist jetzt vergessen.

 

Ich setze einen Fuß vor den anderen und freue mich an den Sonnenstrahlen, die mir direkt ins Gesicht scheinen. Das ist ein wunderbares Gefühl. Eines, das ich früher nie bemerkte, als alltäglich abtat. Der Wind umschmeichelt meinen Körper, streichelt ihn sanft und unsichtbar. Auch das registriere ich mit Genugtuung. Viel zu lange habe ich diese unscheinbaren Boten des Lebens schlichtweg übersehen, oder sollte ich besser sagen überfühlt?

 

Ich summe einen alten Song von Virginia Jetzt!. Halt die Zeit an. Eine Zeile des Textes geht mir seit Monaten nicht mehr aus dem Kopf. „…wir werden alles hier verlieren…“

 

Eigentlich unspektakulär, aber doch so fundamental richtig. Bisher habe ich viel zu wenig über diesen Umstand nachgedacht. Egal, was wir an Geld, Gütern, Beziehungen, Erinnerungen, Andenken, Meinungen, Verbindungen und Ansichten auch in unserem Leben ansammeln, es wird mit einem Schlag nichtig sein. Fast so, als hätte es all das niemals gegeben. Vielleicht schaffen es ein paar Überzeugungen oder Marotten, die wir hatten, in den Erzählungen unserer Familienmitglieder für gewisse Zeit zu überleben. Aber lange wird das nicht anhalten.

 

Ich bin ein geradezu glühender Verfechter der Ansicht, dass die Liebe die stärkste Kraft im Universum ist. Doch selbst sie wird Angesichts der Tatsache, dass der Liebende irgendwann einmal „den Löffel abgibt“ zu einem stumpfen Schwert.

 

Was gäbe es also zu tun? Wie kommt man an, gegen das große Nichts, das am Ende des Weges jeden von uns erwartet? Ich kenne Menschen, denen man mit solchen Überlegungen nicht kommen darf. Die haben eine ganz besonders perfide Art von Logik. Die würden es fertigbringen und sich gleich selbst umbringen. Haben wir es hinter uns. Ich halte es da eher mit Charles Bukowski: „ Wieso sich umbringen? Das passiert doch irgendwann von ganz allein.“

 

Ein Lerche singt im hellblauen Himmel ihr Lied über meinem Kopf. Ich muss erst die Augen zusammenkneifen und sie suchen, bis ich den kleinen Federball schließlich entdecke. Er ist kaum zu sehen, aber seine Stimme ist im Umkreis von einem Kilometer glasklar zu hören. Ein Wunder. Auch das wird vorbei gehen. Doch nach dieser Lerche kommen andere. Irgendwie geht das große Ganze immer weiter. Das Bild wird vervollständigt, fehlende Puzzleteile werden ersetzt.

 

Ich habe oft darüber nachgedacht, was es ausmacht zu leben. Sich an Gefühlen zu erfreuen, Probleme zu lösen, Dinge zu besitzen, andere Menschen zu lieben und sich über den Sinn dieser letztendlich doch scheinbar nutzlosen Existenz Gedanken zu machen.

 

„…wir werden alles hier verlieren…“ Vermutlich ist genau das der Schlüssel zu einem erfüllten, unbeschwerten, lebenswerten Leben. Es gibt nur diese eine Chance, die in der Regel einige Jahrzehnte anhält, zu lieben und geliebt zu werden. Sich darüber im Klaren zu sein, dass man nichts behalten kann und alles nur ausgeliehen ist.


 

Die Hügel und Täler rund um meinen kleinen Heimatort werden Spaziergänger noch erfreuen, wenn ich schon lange nicht mehr da bin. Die Ähren werden sich im Wind wiegen, genau so wie sie es heute tun. Eine Lerche wird im strahlend blauen Himmel kreisen und ihr Lied singen. Alles ist in bester Ordnung; so wie es sein sollte. Alles bleibt. Nur ich werde gehen.               



Thomas Knackstedt     


 

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