Ergebnisse Hilskammlauf  2015 

 

N E U :  5.  Juli 2015            

  

Die Hitze bleibt. Das Sonntagtraining gibt es unter Laufen.

 

Link oder Leben berichtet von einer heißen Ausfahrt.

 

In Schreiben gibt es eine neue Geschichte.

 

Das Mittwochtraining steht unter Laufen.

 

In Link oder Leben gibt es einen Wettkampfbericht.

 

Auf der Startseite gibt es einen neuen Text.

 

Laufen berichtet über Chemie.

                   

      

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.  
 

 

  

Thomas Knackstedt    

   

  

Früher war alles besser

 

Ich steige aus dem Bett wie immer. Schwerer Ausnahmefehler! Meine Knie protestieren bei den ersten Schritten empört. „Bist Du verrückt, Alter? Hast Du eine Ahnung, wie weh das tut? Bring uns ins Bett zurück!“ So, oder so ähnlich würden sie sich äußern, könnten sie sprechen. Gott sei Dank können sie das nicht. Da bleibt mir ne Menge espart.

 

Ich weiß nicht mehr, wann das anfing. Irgendwann merkte ich, dass ich mich, nachdem ich in die Hocke gegangen war, abstützen musste, um aufzustehen. Irgendwann packte ich es nicht mehr mit meinem Enkelkind auf dem Arm vom Sitzen ins Stehen zu kommen. Elender, verdammter Mist.

 

Ich schlappe ins Bad und halte meine Hände unter den Wasserhahn. Wie viele Runzeln und Falten sind da auf meinen Handrücken? Waren die schon immer da? Vermutlich nicht. Vermutlich hatte ich früher am ganzen Körper weniger Falten als heute auf meinen Händen.

 

Zwei Hände voller eiskaltem Wasser landen in meinem Gesicht. Schon besser. Meine Augen finden die Oberfläche des Spiegels. Irgendwann waren da oben auf meinem Kopf mal Haare; irgendwann. Das ist in jedem Fall Geschichte. Dafür wachsen sie jetzt aus Nase und Ohren. Peinlich. Das ist genau so ein Mist wie mit den Knien.

 

Ich gehe die Treppe herunter und stützte mich am Geländer ab. Das brauchte ich früher nie. Dann ziehe ich mich um und schwinge meinen Hintern aufs Rennrad. Es geht zur Arbeit. Der erste Kilometer ist zäh. Da geht der Tacho keinesfalls auf 30 Sachen in der Stunde. Das kannte ich auch mal anders.

 

Als ich auf dem Revier ankomme, gehe ich um das Geländer der Auffahrt herum. Früher bin ich oft darüber gesprungen, heute wäre ich wahnsinnig, würde ich das versuchen.

 

Dann die Arbeit mit meinen alten Kollegen. Da fühle selbst ich mich manchmal noch jung. Wenn Worte wie „damals, früher, besser, weißt du noch und anders“ in überdurchschnittlich hoher Häufigkeit benutzt werden, dann befindest du dich im Königreich der glorreichen, aber oft auch falschen Erinnerungen wieder. Ein paar meiner Kollegen leben dort glücklich und zufrieden. Ich nicht…

 

Ich fahre zurück. Das geht schon wesentlich besser. Ich war den Tag über auf den Beinen und mein Bewegungsablauf klappt jetzt ziemlich gut. Der Tacho gibt mir die 30 Sachen, die ich so mag. Nur Fliegen ist schöner... 

 

 

Zu Hause schaffe ich die Treppe problemlos und meine runzligen Hände fühlen sich verdammt jung an, als ich sie um die Liebe meines Lebens lege. Geht doch. Haare sind zwar noch immer nicht auf meinem Kopf, aber Scheiß drauf…

 

Ich laufe eine Runde mit einem Freund. Das tut gut. Dann skype ich mit meinen Enkelkindern. Das fühlt sich an, als wäre ich selbst noch im Kindergartenalter.  

 

Danach sitze ich mit Ihr auf dem Sofa bei einem Glas Wein. Wir schauen einen Film, reden und sind gut drauf. Ich sehe ihr in die Augen und stelle wieder mal fest, dass sie der einzige Teil unseres Körpers sind, der nicht altert. Das ist eine wunderbare Entdeckung.

 

Als die Dämmerung ihren Kampf gegen die Nacht verloren hat, schlüpfen wir unter die Bettdecke. Im Liegen geht sowieso alles besser. Egal, wie alt man ist. Irgendwann denke ich dann: Weißt Du, früher war doch nicht alles besser. Es war anders. Das ist ein verdammt großer Unterschied…

 

 

Thomas Knackstedt 

 

 

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