N E U : 22. Juli 2021      


Laufen berichtet über lästigen Schwachsinn.


Laufen geht in die Vorbereitung.


Schreiben steht unter Strom.


Link oder Leben geht in die Analyse.


Laufen startet den ersten langen Vorbereitungslauf.


Link oder Leben hat einen Plan.


Die Startseite hat einen neuen Text.


Link oder Leben erlebt einen besonderen Lauf.


     

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.      




Netze im Raps.


Der Himmel ist bedeckt, eine frische Brise weht über die Felder und kühlt mein Gesicht. Nach den vergangenen schwülwarmen Tagen fühlt sich das verdammt gut an. Es ist früh und der Tau der Nacht liegt wie ein dünner Schleier auf der Erde.

Ich gehe langsam und lasse den gestrigen Abend Revue passieren. Neben mir trottet der Hund, seine Nase immer wieder in Büsche und Sträucher steckend. Wir sind ein bedächtiges Paar, das den Morgen in aller Ruhe und Gelassenheit begrüßt.

 

Die Wolkendecke verwandelt das Sonnenlicht sekündlich. Wie ein Flickenteppich lässt sie die Strahlen zur Erde durch oder versperrt ihnen den Weg. In einem der dunklen Momente geht mein Blick über das große Rapsfeld neben mir. Ich muss zwei Mal hinsehen, um zu erkennen, was diese kleinen weißen Punkte auf das Feld zaubert, die bis zum Horizont reichen. Für Schnee oder Frost ist es viel zu warm. Allerdings bin ich noch immer müde und meine Augen spielen mir vielleicht einen Streich. 


 

Als ich nah genug an den Raps gehe, erkenne ich auf der Spitze einer Pflanze ein kunstvoll gewobenes Spinnennetz. Die Fäden des Netzes sind mit Morgentau bedeckt und schimmern hell. Als ich den Blick hebe, sehe ich Tausende dieser Netze auf den Spitzen des Rapses. Die Sonne wird den Tau in den nächsten Minuten verbrennen, aber jetzt, in diesem Augenblick, darf ich diesen wunderbaren Anblick genießen.


 

Wieder einmal denke ich daran, dass die gesamte Welt ein Wunder ist. Ein Wunder, wie ein riesengroßes, passgenau zusammengesetztes Puzzle. Jedes einzelne Puzzleteil ist dabei ein Wunder für sich. Wie oft gehen wir, ohne es überhaupt zu bemerken, an diesen Wundern vorbei? Ich denke, viel zu oft. Wir glauben nur an Wunder, wenn wir sie auf dem Bildschirm oder Monitor sehen, oder wenn wir in einem dicken Buch mit schönen Fotos darauf aufmerksam gemacht werden. Doch diese Wunder sind überall um uns herum.

 

Mich machen diese Augenblicke zufrieden. Sie zeigen mir, dass ich noch nicht abgestumpft und leer bin, für all die Dinge, die es zu sehen gibt. Ich gebe mir immer wieder auf, die Augen weit aufzusperren und alles wahrzunehmen, was sich ihnen bietet. Mit ein bisschen Übung sieht man die Welt dann mit völlig anderen Augen. Dann werden aus Wolken kunstvolle Gebilde, kleine Käfer verwandeln sich in spannende „Mini-Monster“, der Flug eines Falken wird zur Offenbarung, das eigene Leben zu einem phantastischen Geschenk.

 

Jetzt im Moment sind es die Netze im Raps, die mich bewegen. Hinter jedem dieser Netze steckt ein kleiner, tierischer Körper, der in seinem Erbgut alles mitgebracht hat, was er zum Überleben braucht. Ohne Absprache agieren Tausende dieser Wesen auf die gleiche Art und Weise. Das alles schon seit Millionen Jahren.

 

Vielleicht schaust Du dich auch einmal richtig um, in der Welt, die dich umgibt. Sie ist da. 24 Stunden am Tag; dein ganzes Leben lang. Sie führt eine Show auf, die mit Geld nicht zu bezahlen ist und kostet doch keinen Cent Eintritt. Lediglich am Schluss bezahlst Du mit deinem Leben. Aber ganz ehrlich: Das ist die Sache wert.



Thomas Knackstedt



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