Ergebnisse Hilskammlauf  2015 

 

N E U :  4.  August 2015            

  

Startschuss zur Vorbereitung in Link oder Leben.

 

In Link oder Leben gibt es das Sonntagstraining.

 

In Laufen gibt es "angenehm" und "nützlich."

 

Auf der Startseite gibt es einen neuen Text.

 

Link oder Leben gibt eine Vorschau auf die anstehenden Marathonvorbereitungen.

 

In Schreiben gibt es eine neue Geschichte.

 

Das Mittwochtraining findet ihr unter Laufen.

 

In Laufen gibt es ein paar Tipps für den reinrassigen Laufanfänger.

  

      

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.  
 

 

  

Thomas Knackstedt    

   

 

Das wilde Pferd

 

Wie ein Vollbluthengst im gestreckten Gallop jagt mir die Zeit davon. Ich will sie packen und halten, ihrem Fortschritt Einhalt gebieten. Ich schaffe es nicht einmal auch nur einen Finger in ihrer Mähne zu verhaken. Sie rast so unerreichbar schnell davon wie ein Komet am Sternenhimmel.

 

Wann fing das an? Ich weiß es nicht mehr. Meine Erinnerungen stoppen bei einem 12jährigen Jungen, der auf der Liege in seinem Zimmer sitzt und sich fragt: Was mache ich jetzt? Ich habe Zeit; undenklich viel Zeit. Es wäre schön, wenn etwas passieren würde. Wenn es doch schon fünf wäre und das Fußballtraining anfangen würde. Wenn das Wochenende erst da ist und wir spielen. Wenn ich doch schon erwachsen wäre, was könnte ich da alles anstellen.  

 

 

Spätestens mit 16 Jahren wurde aus dem ruhigen Kaltblüter Zeit eine lebendige Stute, die laufen wollte. Das Erwachsenwerden, die Ausbildung, die erste Liebe. All das beschleunigte den Lauf der Uhrzeiger. Nicht ruckartig, aber doch spürbar.

 

Als die Kinder auf der Welt waren wechselte das Pferd vom Trab in den Gallop. Die 24 Stunden des Tages waren ausgefüllt mit mehr Inhalt, als 1440 Minuten aufnehmen konnten. Zwei Kinder, zwei Hunde, zwei Pferde, der Job, der Sport, das Schreiben. Ich weiß bis heute nicht, wie ich das alles auf die Reihe bekommen habe. Ohne Sie hätte ich das nicht geschafft. Wenn ich mich konzentriere und an diese wunderbaren Jahre zurückdenke, finde ich dort noch immer Oasen in einer hektischer werdenden Zeit. Sie waren da, ohne Frage. Woher sie kamen weiß ich nicht. Ich nutzte nur die wenigsten davon. Wenn man auf dem Rummelplatz ist, will man schließlich Karussell fahren und nicht dumm rum stehen.

 

Dann waren die Kinder erst groß und dann weg. Die Enkel nehmen Zeitweise ihren Platz ein. Noch immer aber ist Sie die Nabe im Rad meines Lebens. Sie, die mir alles gab, was ich mir vom Leben erträumte. Ich weiß nicht, ob das so bleibt, aber ich hoffe es.

 

Ich dachte, dass jetzt, in den späten Jahren, die Zeit zu mir zurückkommt. Das sich das gallopierende Pferd wieder in den Trab begibt, um ein paar Minuten später behutsam in den Schritt zu wechseln. Ich habe mich getäuscht.

Der Vollbluthengst bäumt sich auf und springt mit gestrecktem Hals nach vorn. Ich muss mich festhalten, um nicht herunter zu fallen. Immerhin bin ich in der Zwischenzeit aufgestiegen. Mehr war nicht drin.

 

Die restliche Zeit meines Lebens läuft mit ständiger Beschleunigung ab. Egal was ich tue, nichts wird sich daran ändern. Je schöner die Momente meines Lebens sind, um so schneller jagen sie vorbei. Nur Krankheit, Leid und Tod halten die Zeiger der Uhr für ein kurzes Besinnen an. Anschließend geht die Reise mit erhöhter Geschwindigkeit weiter.

 

Ich habe alles gehabt und suche doch nach mehr. Ich müsste satt sein vor Glück und will doch immer wieder Nachschlag. Ich könnte dem letzten Tag mit einem Lächeln entgegen sehen und habe doch Angst.

 

Bis es soweit ist, werde ich versuchen Stand zu halten. Meine Liebe für das Leben nicht zu verlieren. Für diejenigen da zu sein, die mich brauchen und denen zu folgen, die ich brauche.

 

Wie ein Vollbluthengst im gestreckten Gallop jagt mir die Zeit davon. Ich will sie packen und halten, ihrem Fortschritt Einhalt gebieten. Ich schaffe es nicht einmal auch nur einen Finger in ihrer Mähne zu verhaken. Sie rast so unerreichbar schnell davon wie ein Komet am Sternenhimmel…

 

 

Thomas Knackstedt

 

 

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