ANMELDUNG HILSKAMMLAUF 2017


N E U : 23. März 2017      


Das Mittwochtraining steht in Laufen.


In Link oder Leben gibt es einen Buchtipp.


Die aktuelle Trainingswoche steht in Link oder Leben.


Link oder Leben bringt den Langen Lauf.


Auf der Startseite gibt es einen Celle-Nachschlag.


In Schreiben steht eine neue Geschichte.


Der Pressebericht zum Wasalauf steht in Laufen.


      

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.  
 

 

  

Thomas Knackstedt       

 


Vier mal Rund.


Julia ist zu spät. Sie sieht auch so aus. Ich dachte, dass 10:15 Uhr eine verdammt christliche Zeit zum Losfahren ist, aber na ja. Als Julia ihre Sporttasche zu unserem Wagen trägt, denke ich: Für diese Frisur kann es maximal drei Gründe geben. a) Draußen herrscht Windstärke 12. b) Julia hat im Kopfstand geschlafen. Oder c) Ihr Föhn ist explodiert. Komischerweise ist nichts davon der Fall. Wenigstens lacht das Mädchen. Aber das macht sie ja eigentlich immer.



Celle, 12:00 Uhr: Die Frisur sitzt!

 

Rauschen wir also nach Hohenbüchen. Kathrin und Julia sitzen hinten, vorn steigt gleich der Doc zu und dann geht es ab nach Celle, wo der 35. Wasalauf auf uns wartet. Als der Doc in Hohenbüchen einsteigt ist die Stimmung schon gut, nachdem er eingestiegen ist, wird sie noch besser. Aber auch das ist eigentlich immer so. Warum Menschen so guter Stimmung sein können obwohl sie gleich 20 Kilometer lang mit vielen anderen Menschen um die Wette laufen sollen, verschließt sich dabei den meisten Beobachtern. Mir im Moment übrigens auch…

 

Das Wetter stimmt, die Sonne scheint vom Himmel und es ist angenehm kühl. Vielleicht nicht ganz so schön zum Zuschauen, aber zum Laufen ideal. Kathrin ist als Fotoreporterin dabei, das freut mich besonders.

 

In Celle angekommen fahren wir auf einen nahe gelegenen Parkplatz und treffen uns dort mit Juliane und Jörn. Die Begrüßung ist herzlich und wir fachsimpeln schon mal, wie das denn heute so werden soll. Julia und ich sollten unter 1:30 Stunden laufen, Jörn dürfte sich Richtung Top Ten etwas ausrechnen und der Doc weiß nicht genau, wie er drauf ist. Ich mache mir da allerdings keine Sorgen. Wir Männer sind alte Hasen und Julia macht die fehlende Erfahrung mit läuferischer Klasse wett.

 

Wir ziehen uns im Herzogschloss um. Auf dem Weg dorthin kann ich mich an den mit Krokussen bewachsenen Rasenflächen kaum satt sehen. Schön ist das. Zwischen all den bunten Frühjahrsboten albern auch noch ein paar fette Gänse herum.



Krokusse plus Gans.


Vor dem Umziehen holen wir noch die Startunterlagen ab. Ich habe bei der Startnummerverlosung tatsächlich etwas gewonnen. Als ich meinen Preis abhole und schon an ein neues Fahrrad, eine Reise oder einen Fernseher denke, bin ich dann doch enttäuscht, als man mir ein gelbes Reflektorband für den Arm überreicht. Schade.

 

Im Keller des Schlosses pellen wir uns aus den Klamotten und schlüpfen ins Läuferdress. Danach laufen wir zwei Runden um das Schloss. Wir haben noch Zeit und können uns locker warmlaufen. Jörn ist das irgendwann zu langsam und er zeigt uns, dass er eine ganze Ecke schneller laufen kann als wir, wobei... das wussten wir vorher schon.


 

Jörn "badet" in der Menge.


Danach führt uns Jörn zum Start. Durch versteckte, kleine Gässchen bringt er uns direkt in die Startaufstellung und zwar ziemlich weit nach vorn. Jörn muss erst einmal reichlich Läufer begrüßen, während Julia, der Doc und ich uns ein Stückchen nach hinten stellen. Dann knallt ein Kanoneschuss los und wir steigen ins Rennen ein.

 

Jörn ist ziemlich schnell weg, Julia bleibt bis Kilometer eins bei mir. Wir gehen zügig, aber nicht zu schnell an. Dann lässt sich Julia etwas zurückfallen. Sie wird während des Rennens feststellen, dass ihr Magen nicht okay ist. Das kostet sie ein paar Minuten. Der Doc läuft hinter uns sein Rennen.



Julia fliegt ins Ziel.

 

Ich habe mein Tempo auf Tasche. Ich kann vielleicht nicht mehr viel, aber einen Halbmarathon oder Marathon in einem gleichmäßigen Tempo laufen, das kann ich. Umso verwirrter bin ich, als eine junge Frau mich von Kilometer 5 bis 9 ungefähr zehn Mal überholt, um sich kurze Zeit später von mir wieder überholen zu lassen. Da ich gleichmäßig laufe, gehe ich davon aus, dass das entweder eine sehr skurrile Renntaktik ist, oder die Dame einfach kein Tempogefühl hat. Bei Kilometer 10 sehe ich sie dann nicht wieder, sie bleibt zurück. Dafür taucht vor mir eine Frau auf, die mir zuvor weit enteilt war. Auch sie ist zu schnell losgelaufen und legt jetzt drauf. Beide Frauen verwundern mich. Ich trainiere seit vielen Jahren Langstreckler und habe festgestellt, dass Frauen, was die Renneinteilung angeht, viel cleverer als Männer sind. Das scheint sich geändert zu haben...

 

In Runde drei wird es ein wenig zäh. Zudem merke ich, dass meine Erinnerung mich im Stich gelassen hat. Seit 10 Jahren bin ich hier nicht gestartet. Dabei muss ich vergessen haben, wie viel Kopfsteinpflaster die Strecke aufweist. Ich stelle jedenfalls fest, dass ich gerade dabei bin mir eine wunderbare Blase unter der Fußsohle zu laufen.

 

Ich winke Juliane und Kathrin zu, die uns vom Streckenrand anfeuern. Mein Tempo stimmt noch immer, es fühlt sich nur nicht mehr ganz so locker an. Mit dem Beginn von Runde vier ändert sich das. Es ist unglaublich, welche mentale Wirkung das Erreichen der letzten Runde bei einem Rundenlauf hat. Ich konzentriere mich auf einen sauberen Laufstil und eine gute Frequenz. Dadurch mache ich glatt noch ein paar Plätze gut und vergesse die Schmerzen unter meinem Fuß. Im Ziel werde ich dafür mit einer Zeit belohnt, die ich so gut nicht erwartet habe.



Das war anstrengend: Jörn im Ziel.


Direkt nach dem Rennen dauert es nicht lange, bis wir uns vor dem Schloss treffen. Jörn ist raketenschnell gewesen, auch Julia und der Doc sind mit ihren Leistungen zufrieden. Alles in allem also ein gelungener Wettkampftag.



Da kann ich nur neidisch zuschauen...

 

Auf der Rückfahrt sind die Krieger müde. Ich verpasse am Steuer eine Abfahrt, die Mädels quatschen im Fond um die Wette und der Doc schläft auf dem Beifahrersitz ein. Dieser Haufen hat eben noch so gute Leistungen abgeliefert? Kaum zu fassen. Aber vielleicht sind wir ja auch nur dann voll da, wenn es nötig ist. Im Alter muss man sich das halt alles ein bisschen einteilen...



Thomas Knackstedt

 

 

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