N E U : 26. September 2017      


Schreiben startet eine lange Geschichte.


Ein Wettkampfergebnis steht in Laufen.


Laufen blickt aufs Wochenende und den Berlin Marathon.


Der Lange Lauf steht in Link oder Leben.


Link oder Leben kurz und knapp.


Die Startseite hat einen neuen Text für Euch.


Das Mittwochtraining steht in Laufen.


Link oder Leben macht Pause.


      

Vom Laufen und Schreiben...  

 

...berichtet diese Website. Zum einen geht es allgemein um eine der schönsten Nebensachen der Welt; das Laufen. Im Besonderen werden die Läufer des Delligser Lauftreffs "unter die Lupe" genommen. Wettkämpfe, Vorbereitungen, Homestories und mehr.  

 

Dazu wird geschrieben. Über das Laufen, das Leben, die Liebe, und jedes andere Thema, das sich mit schwarzen Buchstaben auf weiße Seiten schreiben lässt.   

 

Im Bereich "Laufen" findet ihr Wettkampfberichte und Aktuelles von den Delligser Läufern.

 

"Schreiben" wird euch mit ein wenig Lesestoff versorgen. "Link oder Leben" hält den ein oder anderen Tipp für Euch parat und macht auf interessante Seiten aufmerksam. Im "Gästebuch" könnt ihre berichten, wie Euch die Seite gefällt, oder auch nicht.  
 



Nicht so wichtig

   

Ich hocke in der Küche. Sie schaut sich mit unserem Sohn einen Krimi an. Ich mache mir nichts daraus und bin hierher geflüchtet. Früher, ich kann mich noch gut daran erinnern, bedeuteten mir bestimmte Fernsehserien eine Menge. Wenn Samstags “Enterprise” lief und zur gleichen Zeit mein Vater, auf einem anderen Kanal, die “Sportschau” sehen wollte, war Streit vorprogrammiert. Ich musste!!! Captain Kirk sehen, koste es was es wolle. Nicht selten flossen Tränen und wir gifteten uns an.


Heute ist das nicht mehr so wichtig, ich kann verzichten. Ich nehme mein Bier, verdrücke mich, lasse noch einen Roman oder Gedichtband mitgehen und widme mich mir selbst. Was soll`s, es ist nicht so wichtig.


Es ist so ähnlich wie mit dem Fußballspiel vorhin in der Glotze. Früher war der Mannschaftsname Religion, das Trikot ein Talar. Ich identifizierte mich mit den Spielern und dem Vereinsmotto, als hätte ich die Fahne geschneidert, die den Clubnamen trug. Blau war gut und Gelb war schlecht. Kein Argument, keine Meinung und keine Vernunft zählte. Der Blick ging, durch Scheuklappen begrenzt, starr geradeaus und weigerte sich umherzuschweifen. Sieg hieß Glück, Freude und Lachen. Niederlage war Betrug, Hass und Ungerechtigkeit.


Ich seh mir auch heute noch gerne Spiele an, aber wer gewinnt ist einfach nicht mehr so wichtig. Ein gutes Spiel lockt mir immer noch ein paar “O’s” und “A’s” aus der Kehle, aber der Sieg steht heute nicht mehr als Schlagzeile, sondern höchstens noch als Randnotiz auf dem Buch meines Lebens. Es ist irgendwie einfach nicht mehr so wichtig.


Ich weiß nicht ob es Großmut oder Langeweile ist, aber es mangelt mir in letzter Zeit an Zielscheiben die eine gehörige Portion meines Hasses wert sind. Wie oft habe ich anderen den Tod und die Pest an den Hals gewünscht. Dutzendmal fühlte ich mich mißverstanden, gequält, gepeinigt und verraten. Mordete in Gedanken mit einem Lächeln auf den Lippen und dem Gefühl der Genugtuung im Herzen. Heute kann ich, wenn ich alles überdenke, fast jeden verstehen und kaum jemandem böse sein. Im Blick zurück, auf die Tage des Hasses, sehe ich mich als “Don Quichote”, mit der Lanze unterm Arm, im strammen Galopp auf Rosinante, gegen ein Heer von Windmühlen reiten. Aber das ist vorbei. Es ist, irgendwie, einfach nicht mehr so wichtig.


Auch meine Angst, Dich zu verlieren, die mich damals so durch den Wolf drehte, die mir auf Schritt und Tritt folgte, in dunklen Ecken, hinter Mauern und Büschen auf mich wartete, um mich anzuspringen , hat sich verzogen. Ich liebe Dich mehr als je zuvor, aber ich habe gelernt, daß diese Liebe ein Geschenk ist. Ich kann nichts dafür- und nichts dagegen tun. Tagsüber ist es hell, Nachts dunkel. Morgens geht die Sonne auf, Abends unter. Und Du liebst mich: Das sind die unabänderlichen Gesetze meines Lebens.


Es ist das Schicksal, daß ich nicht herauszufordern vermag, das Orakel, über dessen Urteil ich mir kein eigenes erlauben kann. Also pfeif ich auf die Angst. Sie ist, könnte man sagen, einfach nicht so wichtig.



So wie der Tod, der schwarze Mann, der von Geburt an lauert, wartet, gierig hechelnd dich verfolgt auf Schritt und Tritt. Der ewige Wegbegleiter von Kindesbeinen an, dessen Atem Du ständig im Nacken spürst.


Ich versuchte, ihn zu verscheuchen, ihm zu drohen oder mich zu verstecken vor seinem Blick, der alles Leben in Asche verwandelt.


Wie dumm ich war. Wer würde vor dem Schicksal davonlaufen, wer den eigenen Weg verlassen, ohne ihn bis zum Schluß zu gehen? Auch der Tod ist, irgendwie, einfach nicht mehr so wichtig. Auf jeden Fall nicht so wichtig wie..., Na sagen wir mal, wie... es fällt mir im Moment nicht ein.


Aber das ist schließlich auch, irgendwie, einfach nicht so wichtig, oder?

 


          

 Thomas Knackstedt        


 

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